Nachhaltigstes Unternehmen 2009 gekürt

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Deutscher Nachhaltigkeitspreis für die Deutsche Post, Bau-Fritz und „Frosch“


Am Freitag (6.11.09) wurde in Düsseldorf unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel der wichtigste deutsche Preis für Nachhaltigkeit verliehen. „Nachhaltigstes Unternehmen 2009“ ist der Pionier für ökologisches Bauen Bau-Fritz. Die Deutsche Post DHL wurde für die nachhaltigste Zukunftsstrategie ausgezeichnet. Die Produktreihe „Frosch“ aus dem Hause Werner & Mertz erhielt die Auszeichnung als Deutschlands nachhaltigste Marke. Im Rahmen einer feierlichen Gala übergab u.a. der Bundesminister für Arbeit und Soziales Dr. Franz Josef Jung die Preise vor über 1000 Gästen, darunter viele bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Während die beiden Ehrenpreisträger Joschka Fischer und Dr. Wolfgang Schäuble sowie die weiteren einzelnen Preisträger Jane Fonda, Yusuf Islam, der DFB – Deutscher Fußball-Bund und als Social Entrepreneur die Regionalwert AG bereits im Vorfeld bekannt gegeben wurden, hielt die Spannung hinsichtlich der ausgezeichneten Firmen bis in die Abendstunden. Neben mehreren hundert Unternehmensvertretern kamen u.a. Franziska van Almsick, Eckart von Hirschhausen, Nazan Eckes, Sönke Wortmann sowie Alexander und Gabriela Fürsten zu Sayn-Wittgenstein über den roten Teppich und bekräftigten mit ihrer Teilnahme die gesellschaftliche Bedeutung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. Die Preisträger und ihre Laudatoren vermittelten den Gästen einen sehr persönlichen Zugang zu den Themen des Abends. Jane Fonda begeisterte mit einem flammenden Plädoyer für ehrenamtliches Engagement. Dr. Theo Zwanziger und Matthias Sammer nahmen den Sonderpreis für den DFB entgegen. Zwischen den Programmpunkten kredenzte Sternekoch Holger Stromberg ein rundum nachhaltiges Menü. Zum Abschluss der Preisverleihung bewegte Yusuf (Cat Stevens) das Publikum mit alten und neuen Songs unplugged.


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Bau-Fritz entwickelt CO2-neutrale Häuser aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen und folgt in der gesamten Wertschöpfungskette Kriterien der Nachhaltigkeit. Die Jury würdigt mit dem Preis als nachhaltigstes Unternehmen 2009 den herausragenden Beitrag, den Bau-Fritz damit zu einer zentralen Herausforderung des Klimaschutzes leistet: der Emission von Treibhausgasen durch die privaten Haushalte. Im Mittelpunkt steht die konsequente Umsetzung des Lebenszyklusansatzes, der bereits bei der Entwicklung auch die spätere Entsorgung berücksichtigt. Das Vorreiterunternehmen ist mit dem wegweisenden Geschäftsmodell gegen den Branchentrend auch ökonomisch sehr erfolgreich.



Der global tätige Post- und Logistikdienstleister Deutsche Post DHL hat die Jury mit seinem umfassenden Ansatz überzeugt, mit dem er die Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit auf die Umwelt reduziert und zugleich seine Kompetenzen zum Wohle der Gesellschaft einsetzt. Der Konzern erhält den Preis für die nachhaltigste Zukunftsstrategie. Im Zentrum der Umweltaktivitäten steht das Klimaschutzprogramm GoGreen, das bis 2020 (im Vergleich zu 2007) eine Steigerung der CO2-Effizienz um 30% zum Ziel hat. Es beinhaltet eine emissionsfreundliche Flottenoptimierung und die Erhöhung der Energieeffizienz, die Erforschung innovativer Technologien und die Motivation der Mitarbeiter durch Programme zur CO2-Reduktion. Vorreiter ist das Unternehmen mit dem Angebot an seine Kunden, einen CO2-neutralen Versand und Transport zu nutzen. Mit der Auszeichnung von Frosch als nachhaltigste Marke würdigt die Jury die beispielhaften Leistungen in Markenversprechen und Markenführung. Besonders überzeugt hat sie die Adaption der Marke an die sich wandelnden Nachhaltigkeitsbedürfnisse der Kunden und die gelungene Erweiterung des Produktportfolios. Die konsequent verfolgte ökologische Nischenstrategie ist der wesentliche Faktor für die hohe Glaubwürdigkeit, das Vertrauen und das einmalige Vorstellungsbild bei den Kunden. Ausschlaggebend für den Sieg in der Kategorie ist nicht zuletzt der große Erfolg der Marke, die 2008 den höchsten Umsatz seit ihrer Einführung 1986 erzielen konnte.


Den Sonderpreis „Recyclingpapierfreundlichstes Unternehmen“ erhielt memo, ein Versandhandelshaus mit einem Komplettsortiment an nachhaltigen Büroartikeln und Schreibwaren, für den umfassendsten Einsatz von Recyclingpapier mit dem Blauen Engel im Büro wie auch für alle Unternehmenspublikationen und Kataloge. Die Verwendung von Recyclingpapier als wichtiger Beitrag zum Ressourcenschutz sowie zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen war Teil der Bewertungskriterien im gesamten Wettbewerb. Die eigenständige Kategorie unterstreicht die Bedeutung, die dem Recyclingpapier im Rahmen der Nachhaltigkeit inzwischen zugemessen wird.


Weitere Preisträger: Nachhaltigste Forschung & Entwicklung: Procter & Gamble Service Nachhaltigster Einkauf: HiPP-Werk Georg Hipp Nachhaltigste Produktion: Viessmann Nachhaltigstes Produkt / Dienstleistung: TransFair Nachhaltigste Finanzdienstleistungen: Bank Sarasin Nachhaltigstes Recycling: Interface Deutschland Sonderpreis Integration: DFB – Deutscher Fußball-Bund, Yusuf Islam Sonderpreis Social Entrepreneur: Regionalwert AG Sonderpreis für besondere Leistungen: Jane Fonda Ehrenpreise: Joschka Fischer, Dr. Wolfgang Schäuble


Über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis wurde 2008 durch eine Initiative des Wissenschaftsjournalisten Stefan Schulze-Hausmann ins Leben gerufen. Der Preis prämiert Unternehmen, die vorbildlich wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden. Sonderpreise zeichnen Persönlichkeiten aus, die national oder international in herausragender Weise den Gedanken einer zukunftsfähigen Gesellschaft fördern. Träger des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ist die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. (in Gründung), in deren Kuratorium unter anderem Dr. Volker Hauff (Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung), Sylvia Schenk (Vorsitzende von Transparency International Deutschland e.V.) und Dr. Günther Horzetzky (Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales) mitwirken. Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis www.deutscher-nachhaltigkeitspreis.de