Waste-to-energy 2030


Waste-to-energy in Deutschland: Studie untersucht Mengen, Anlagenkapazitäten und Preise bis 2030


Aufgrund hoher Importabhängigkeit bei fossilen und Kohlendioxid-emittierenden Brennstoffen gewinnen alternative Erzeugungsmöglichkeiten mit regionalen Brennstoffbezügen verstärkt an Bedeutung. „Waste-to-energy“ bietet nicht nur die Möglichkeit der Energieerzeugung, sondern gleichzeitig auch der Entsorgung von kommunalen, gewerblichen und industriellen Abfällen und Reststoffen. Der Waste-to-energy- Markt ist jedoch heftig in Bewegung geraten: Gingen die Gewerbeabfallmengen während der Finanz- und Wirtschaftskrise noch erheblich zurück, erhöhten zur gleichen Zeit neu in Betrieb genommene Kapazitäten (auch im benachbarten Österreich und in den Niederlanden) den Wettbewerbsdruck. Auch Verschiebungen von der stofflichen in die energetische Verwertung konnten den Preisverfall gerade im Markt für Gewerbeabfälle und auf dem Spotmarkt nicht bremsen. Die seit dem zweiten Quartal 2010 stark ansteigende Produktion verändert schlagartig wieder das Angebot an Abfällen. Teilweise mussten Mengen wegen fehlender Verbrennungskapazitäten sogar umgeleitet werden. Gleichzeitig ist aufgrund der Umsetzung der EU-Abfallrahmenrichtlinie mit ihrer fünfstufigen Abfallhierarchie und dem Prinzip der Nähe sowie aufgrund der diskutierten Einführung der Wertstofftonne und der ab 2015 vorgeschriebenen Getrenntsammlung von Bioabfällen weiter mit einem Rückgang der Mengen für die energetische Verwertung zu rechnen. Das für 2020 angestrebte Deponierungsverbot wiederum wirkt in die andere Richtung: Die Umsetzung des Energieeffizienzkriteriums in der EU- Abfallrahmenrichtlinie wird mittelfristig für einige Anlagen das „Aus“ oder den Anlass zu Investitionen in die Effizienzsteigerung bedeuten. trend:research untersucht in der Studie „Waste-to-energy 2030 (3. Auflage)“ Einflussfaktoren der Marktentwicklung für Abfallverbrennung und prognostiziert Mengen, Anlagenkapazitäten und Preise in Deutschland bis 2030.


Die dritte Auflage der Stammstudie „Waste-to-energy 2030“ betrachtet detailliert die Energieerzeugung aus Abfällen und (biogenen) Reststoffen in Mono- und Mitverbrennungsanlagen. Neben der quantitativen Analyse der aktuellen Markt-, Mengen- und Preisentwicklung wird über die qualitative Darstellung (bspw. Wettbewerbsintensität, Chancen und Risiken usw.) und anhand von umfangreichen Unternehmens- und Anlagenprofilen der Markt abgebildet. Unter Berücksichtigung von Aufkommen, Verwertungswegen und Stoffströmen sowie der Verfügbarkeit potenziell zur energetischen Verwertung bzw. thermischen Behandlung infrage kommender Abfälle wird die damit verbundene Anlagenkapazitätsentwicklung mit Neubau, Bestand und Stilllegung sowie den erzeugten Energiemengen bestimmt. Überdies werden u. a. Preisentwicklungen der einzelnen Stoffe szenarienbasiert bis 2030 prognostiziert.


Die Studie gibt darüber hinaus Antworten zur Entwicklung von Wettbewerbsstrukturen sowie zu spezifischen Trends, Chancen und Risiken. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Darstellung von Akquise-Strategien prinzipiell verfügbarer Abfälle. Basierend auf diesen Daten und Einschätzungen bietet die Studie die Möglichkeit der Plausibilisierung eigener Strategien und Marktdaten.


Folgende Fragestellungen werden darüber hinaus beantwortet:

  • Wie groß ist das Aufkommen an geeigneten Abfällen, und wie sieht die Entwicklung in Deutschland bis 2030 aus?
    • Welche Anlagenkapazitäten bestehen bei den Verwertern?
    • Welche regionalen Unterschiede wird es geben?
    • Welche Trends, Chancen und Risiken ergeben sich für die einzelnen Marktteilnehmer?
    • Welches sind wesentliche Einflussfaktoren für die Stilllegung bestehender Anlagen, und welche Anlagen sind bestandsgefährdet?


    trend:research setzt verschiedene Field- und Desk-Research-Methoden ein. Neben umfang-

    reichen Intra- und Internet-Datenbank-Analysen (z. B. trend:research-Anlagendatenbank)

    fließen in die Studie etwa 120 strukturierte Interviews mit Zielgruppen wie Betreibern von Ab-

    fallverbrennungsanlagen, EBS-Kraftwerken, Stein- sowie Braunkohlekraftwerken ein. Weiter

    werden Ersatzbrennstoffhersteller, Sortieranlagenbetreiber, Betreiber von Biomassekraftwer-

    ken und von Biogasanlagen, Transportunternehmen (Abfall, EBS) und Entsorgungsunter-

    nehmen (privat, öffentlich, in PPP) befragt.


    Die Studie ist voraussichtlich ab Januar 2011 verfügbar.


    http://www.trendresearch.de

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