Letzte Quecksilberdampflampen in Aachen ausgetauscht


Zum Jahresende haben die Planungs- und Umweltdezernentin der Stadt Aachen, Gisela Nacken, und Dr. Peter Asmuth, Vorstand der STAWAG, die letzte Quecksilberdampflampe in Aachen außer Betrieb genommen und durch eine moderne und hocheffiziente Leuchte ersetzt.


Verkehrsreiche Straßen sicher beleuchtet Quelle: www.licht.de

„Aachen gehört damit zu den ersten Städten, die komplett auf Quecksilberdampfleuchten bei der Straßenbeleuchtung verzichten“, so Gisela Nacken beim Auswechseln der letzten Leuchte im Aachener Stadtpark: „Ein Verzicht auf Quecksilberdampfleuchten entlastet nicht nur die Umwelt und verringert Entsorgungsprobleme, vielmehr kann durch moderne Leuchten wie Natriumdampflampen der Energieverbrauch der Straßenbeleuchtung um über 50 Prozent gesenkt werden.“ Quecksilberdampflampen wurden Ende des 19. Jahrhundert erfunden und werden in vielen Städten nach wie vor in der Straßenbeleuchtung eingesetzt.


„Mit rund 22 000 Lichtpunkten sorgen wir für eine gute Ausleuchtung der Straßen und Wege und damit für Sicherheit und Komfort für die Aachener Bevölkerung“, sagte Dr. Peter Asmuth. „Die Straßenbeleuchtung soll dabei möglichst energiesparend sein, wozu wir ein Bündel von Maßnahmen ergriffen haben.“ So ist der Stromverbrauch der Straßenbeleuchtung von 1982 bis 2009 von insgesamt zehn Millionen auf acht Millionen Kilowattstunden gesunken, obwohl sich die Anzahl der Lichtpunkte im gleichen Zeitraum von 15 000 auf 22 000 erhöht hat. Umgerechnet konnten allein durch systematische Wartung und Erneuerung der Straßen¬beleuchtung durch modernere Leuchtkörper jährlich über 4 500 Tonnen CO2 eingespart werden. Innerhalb eines Jahres hat die STAWAG den Energieverbrauch durch die geschilderten Maßnahmen um weitere 500 000 Kilowattstunden gesenkt.


Neben dem Austausch der Quecksilberdampfleuchten hat die STAWAG bereits in fünf Straßenzügen eine LED-Beleuchtung eingesetzt, die noch energieeffizienter und wartungsärmer ist. Darüber hinaus beteiligt sich der Energieversorger an einem Forschungsvorhaben von RWTH und regionalen Unternehmen zur energieeffizienten Straßenbeleuchtung durch LED-Technik.