Gemeinsam forschen

 

Rektor Skalicky, Vizerektorin Seidler, Verbund-Chef Anzengruber und Ministerin Karl

TU Wien und VERBUND schließen Forschungsallianz

 

Die Technische Universität Wien (TU) und VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen schließen eine für Österreich einzigartige Forschungsallianz, um technologische Lösungen im Energiebereich gemeinsam weiter zu entwickeln.

 

 

Wien. – Unsere Energieversorgung ist im Wandel begriffen: Neue technologische Lösungen sind gefragt, etwa wenn es um neue, moderne Energiequellen oder um effizientere Stromnetze geht. Um diesen Herausforderungen gerecht zu werden bündeln VERBUND, Österreichs führendes Stromunternehmen, und die TU Wien, Österreichs größte naturwissenschaftlich-technische Universität, nun ihre Kräfte in einer auf fünf Jahre ausgelegten Energie-Forschungsallianz. Gemeinsam will man im Energiebereich zukunftsweisende Forschung vorantreiben, die universitäre Lehre stärken, und besonders helle Köpfe für den Energiebereich rekrutieren. Die Themen reichen dabei von Elektromobilität über Energiemanagement hin zu neuen innovativen Stromspeichermethoden.

 

Gemeinsam finanzierte Forschung 2011-2015

 

Unterzeichnet wurde das Kooperations-Abkommen am 9. März 2011 vom Rektor der TU Wien, Peter Skalicky, und dem Vorstandsvorsitzenden des VERBUND, Wolfgang Anzengruber, in Anwesenheit der Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung Beatrix Karl und der Vizerektorin für Forschung Sabine Seidler (TU). Die Liste der gemeinsam anvisierten Forschungsprojekte ist lang, die Kosten dafür sollen entsprechend der beidseitigen Kompetenzen aufgeteilt, die Förderquote optimiert werden.

 

Optimistischer Blick auf künftige Projekte

 

Rektor Peter Skalicky erhofft sich von der Kooperation wissenschaftliche Erfolge: „Als technische Universität betreiben wir nicht nur theoretische Grundlagenforschung, sondern suchen auch Lösungen für konkrete technologische Fragestellungen. Der VERBUND ist für uns ein wertvoller Partner, mit dem wir wichtige Impulse für die Forschung im Energiebereich setzen wollen.“

 

Auch VERBUND-Chef Wolfgang Anzengruber blickt der Kooperation mit viel Optimismus entgegen: „Die Energie Forschungsallianz mit der TU-Wien ist eine strategische und bereichsübergreifende Partnerschaft um den Herausforderungen im Energiesektor gemeinsam zu begegnen. Die enge Verbindung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft erlaubt uns mit Innovationsgeist, Know How und Wirtschaftskraft das Energiesystem der Zukunft für verantwortungsvolle Menschen zu gestalten.“

 

Für die Bundesministerin Beatrix Karl ist die Erarbeitung nachhaltiger Lösungen im Energiebereich ein Thema von weltweit großer Bedeutung. „Die Kooperation zwischen der Technischen Universität Wien und VERBUND ist eine Win-Win-Situation und stärkt den heimischen Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“, so die Wissenschafts- und Forschungsministerin. „Ich bin stolz darauf, dass heimische Hochschulen und Unternehmen durch wissenschaftliche Forschung auf Topniveau und Anwendungsorientierung einen wesentlichen Beitrag leisten und sich damit auch international positionieren.“

 

Wasserkraft und Alternativenergie

 

Das Spektrum an geplanten Forschungsrichtungen ist breit. Eine wichtige Rolle spielt das Thema Wasserkraft – sowohl für die TU Wien als auch für den VERBUND. Hier gibt es Forschungsbedarf bei neuen Turbinenkonzepten und im Anlagenbau. In der Ingenieurhydrologie versucht man außerdem, Eigenschaften von Flüssen und Flusseinzugsgebieten vorherzusagen. Erneuerbare Energieträger sind für die Zukunft der elektrischen Industrie von großer Bedeutung. Bei Technologien wie Windkraft oder Photovoltaik will der VERBUND mit Hilfe der TU-Forschung ganz vorne mitspielen. Auch neue Methoden der Energiespeicherung sollen erforscht werden.

 

Elektrofahrzeuge und moderne Stromnetze

 

Ein Thema, das für unseren Alltag immer wichtiger wird, ist die Elektromobilität. Sollen Verbrennungsmotoren in zunehmendem Ausmaß durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden, müssen nicht nur Ladestationen und Batteriesysteme geschaffen werden, auch das Stromnetz wird dadurch vor neue Herausforderungen gestellt. Ein modernes, dezentral gesteuertes Stromnetz wird intelligente elektronische Steuermechanismen benötigen. Nicht zuletzt sind für die Energiewirtschaft auch Studien wichtig, die sich mit langfristigen Szenarien und Trends in Stromverbrauch und Stromerzeugung beschäftigen – nicht nur in Österreich, sondern auf der ganzen Welt.