Neuflage zur EnEV

 

Energetische Bewertung von Gebäuden/ Überarbeitete Normenreihe DIN V 18599 erscheint im Herbst 2011. Ausführliche Informationen in EnEV aktuell 1 /2011
 
Die Veröffentlichung der mit Spannung erwarteten und in den Fachmedien bereits intensiv diskutierten überarbeiteten Vornormenreihe DIN V 18599 „Energetische Bewertung von Gebäuden“ wird für den Herbst 2011 erwartet. „Es besteht bereits reges Interesse an den Dokumenten,“ so Leticia de Anda González, Projektmanagerin im DIN, einer Veröffentlichung gehen allerdings noch einige Schritte voraus:
 
Die Manuskripte der DIN V 18599-Reihe sind bereits vom zuständigen Gremium NA 005-56-20 GA „Energetische Bewertung von Gebäuden“ frei gegeben worden. Bevor die neue Version der DIN V 18599-Reihe jedoch veröffentlicht wird, wird sie in einer Evaluierungsphase einem Anwendungstest unterzogen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat hierzu ein Forschungsvorhaben ausgeschrieben, dessen Ergebnisse für den Juni 2011 erwartet werden. Sollte sich hieraus noch ein zwingender Änderungsbedarf ergeben, soll dieser noch vor der Sommerpause integriert werden.
 
Die überarbeitete DIN V 18599-Reihe Ausgabe 2011 ersetzt die DIN V 18599-Reihe aus dem Jahr 2007. Es wurden zahlreiche Änderungen und Erweiterungen vorgenommen, die im Einzelnen in der Zeitschrift EnEV aktuell 1/2011 (www.enevaktuell.de) dargestellt werden. Nach der Energiesparverordnung (EnEV) 2009 müssen die Anforderungen an den Jahres-Primärenergiebedarf für neue Nichtwohngebäude gemäß DIN V 18599:2007 nachgewiesen werden. Auch für neue Wohngebäude kann der Nachweis mit der DIN V 18599:2007 durchgeführt werden. Es ist vom zuständigen Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) beabsichtigt, mit der Novellierung der EnEV (voraussichtlich in 2012) die überarbeitete Fassung DIN V 18599:2011 als Nachweismethode vorzugeben.
 
Die Bilanzierungsmethodik der DIN V 18599 verfolgt gegenüber der alternativ im Wohnungsbau anwendbaren DIN V 4108-6 (Wärmeschutz und Energieeinsparung in Gebäuden) und DIN V 4701-10 (Energetische Bewertung heiz- und raumlufttechnischer Anlagen) sowie zahlreicher nationaler Normen in anderen Ländern einen ganzheitlichen Ansatz. Mit dem ganzheitlichen Ansatz lassen sich die Interaktion zwischen Gebäude, Anlagentechnik und Nutzer integral abbilden. Dieser Ansatz wird auch in den Europäischen Normen, besonders für komplexere Gebäude empfohlen.

Das für die Vornorm „Energetische Bewertung von Gebäuden“ zuständige Gremium ist ein Gemeinschaftsausschuss der drei Normenausschüsse Bauwesen, Heiz- und Raumlufttechnik und Lichttechnik. Die mitarbeitenden Experten kommen von Unternehmen aus dem Bereich Bau, Baumaterialien, Technische Gebäudeausrüstung und Lichttechnik, von Ingenieurbüros, Softwareentwicklern und Handwerksvertretungen sowie von Fachverbänden, Behörden, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bundesministerien.

 

www.din.de
 
 

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