Krank durch Gifte in der Wohnung

Viele Schadstoffe belasten die Gesundheit/ Messe DCONex informiert über richtigen Umgang mit den Substanzen

 

PAK, PCB, FCKW, PCDD – hinter diesen harmlos anmutenden Buchstabenkombinationen verbergen sich äußerst gefährliche Substanzen. Giftige, meist farb- und geruchlose Stoffe, die große gesundheitliche Schäden verursachen können. Zu finden sind sie beinahe überall.

 

Schimmelpilzsanierung

Es müssen nicht unbedingt aufsehenerregende Sondermüll- oder Lebensmittelskandale sein – nachweisen lassen sich die Schadstoffe auch im unmittelbaren Lebensumfeld in unterschiedlichsten Materialien. Sei es als Bindemittel in Holzwerkstoffen, Spanplatten und Möbeln wie das farblose, aber stechend riechende Gas Formaldehyd, das auch zur Konservierung in Dämmstoffen, Klebestoffen, Lacken, Harzen und Teppichen verwendet wird, oder die oft als Glaswolle bezeichneten künstlichen Mineralfasern. Auch Holzschutzmittel wie PCP und Lindan, die in Dachstühlen und Inneneinrichtungen verbaut und im Heimwerkermarkt teilweise bis heute erhältlich sind, gehören zu den unsichtbaren Gefahren, denen wir täglich ausgesetzt sind.

 

Mit schwerwiegenden Folgen wie Reizungen der Augen, Haut, Atem- und Verdauungswege über Veränderungen des Erbguts bis hin zu Vergiftungen der Leber sowie des Nerven- und Immunsystems. Manche Substanzen sind sogar krebserregend. Andere, wie beispielsweise die Dioxine PCDD, bauen sich zudem nur langsam ab und reichern sich im Fettgewebe an.

 

Tödliche Gefahr durch Asbest

 

Tödlich ist die Gefahr, die von Asbest ausgeht und deshalb ist die Herstellung und Verwendung von Asbest in Deutschland seit 1993 verboten und seit 2005 gilt das Verbot in der gesamten EU. Vor allem die feinen Fasern können beim Einatmen zu schweren Erkrankungen führen. Bis in die 1990er Jahre wurde das sehr zugfeste, feuer- und säurebeständige Material häufig als Baustoff für Fassaden und Kanalrohre verwendet. Aber auch in Blumenkästen und Bremsbelägen, als Brandschutz und Dichtungen kommt das sogenannte Mineral der 1.000- Möglichkeiten vor, ebenso in Wärmedämmungen, Schallisolierungen und als Beschichtung von Bodenbelägen. Selbst in Schnüren und Textilien findet sich der schädliche Stoff. Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass Asbestfasern auch im Fliesenmörtel und Wandspachtelmassen verwendet wurden. Die Fäden, die bis zu tausendmal dünner sein können als ein menschliches Haar, gelangen beim Einatmen tief in die Lunge. Dort bleiben sie jahrzehntelang, wandern bis ins Bauch- und Brustfell, wo sie verstärkte Atemnot, im schlimmsten Fall auch bösartige Tumore verursachen. Arbeiter, die dem einst so verbreiteten Material besonders stark ausgesetzt waren, sterben an Asbestosen und Lungenkrebs. Aufgrund der langen Latenzzeit nimmt die Zahl der Asbesttoten weiter zu – 2009 waren es laut Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft 1.371 und 2010 überstieg sie erstmals die der durch Arbeitsunfälle Getöteten.

 

Schutz vor Giften schwierig

 

Wie kann man sich vor diesen Schadstoffen schützen?

Die meisten nachweislich schädlichen Verbindungen sind in Deutschland mittlerweile verboten. Doch noch immer umgeben sie uns in Altbauten, Teppichböden und Möbeln. Im Falle von Formaldehyd hilft regelmäßiges Stoßlüften und die Absenkung von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Der wirksamste Schutz ist jedoch das vollständige Entfernen der belasteten Materialien. Das gilt auch für von Schimmelpilzen befallene Flächen und für asbesthaltige Rohrleitungen, Mörtel und andere Baumaterialien, die krebserregende Substanzen enthalten. Diese Arbeiten sollten dringend von Fachfirmen erledigt werden, die im Zweifelsfall auch Luftmessungen durchführen und Materialproben zur weiteren Untersuchung entnehmen können. Doch nicht nur die Analyse, auch die Entsorgung der Schadstoffe ist aufwendig und mitunter problematisch.

 

Messe DCONex und Kongress bieten geballte Informationen rund ums Schadstoffmanagement

 

Antworten auf viele Fragen des Schadstoffmanagements bietet die Fachmesse DCONex am 19. und 20. Mai im Augsburger Messezentrum, zu der auch ein zweitägiger Kongress gehört. Die Veranstaltung widmet sich beispielweise vorbeugenden Maßnahmen und rechtlichen Fallstricken, sowie größtmöglichem Arbeitsschutz bei Sanierung, Abbruch, Flächenrecycling und Altlastenmanagement. Auf der Messe präsentieren sich unter anderem Sanierungsfachbetriebe, Abbruchunternehmen, Entsorgungs- und Recyclingfirmen, Umweltschutz- und Sicherheitsbeauftragte sowie Verbände und Organisationen. Neben persönlicher Schutzausrüstung und diversen Messgeräten ist auch Otto Barnickels TÜV-geprüftes und auf der Nürnberger Erfindermesse iENA ausgezeichnetes ZOOMlus zu sehen. Das Gerät wäscht Feinstaub, chemische Stoffe und Bakterien aus der Luft heraus und benötigt dazu lediglich einfaches Speiseöl aus dem Supermarkt und Strom.

 

Der Gesamtverband Schadstoffsanierung GbR ist fachlicher Träger der Messe. Darüber hinaus garantieren weitere Kompetenzpartner und Experten einen professionellen Wissenstransfer. Ein Workshop am Eröffnungstag zeigt die richtige persönliche Schutzausrüstung, im Foyer sind schadstoffbelastete Fundstücke zu sehen.

 

www.dconex.de

 

 

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