Swissbau Focus: Kompetenz für nachhaltiges Bauen und Erneuern

 

 

Die Swissbau lanciert 2012 Swissbau Focus, die Kompetenzplattform für nachhaltiges Bauen und Erneuern. Während der ganzen Messe vermitteln Themenanlässe, Workshops, iTours und die Swissbau Focus Arena die neusten Meinungen und Einsichten zu Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

 

Während noch vor zehn oder fünfzehn Jahren Verbesserungen der Energieeffizienz und überhaupt Nachhaltigkeit im Bau und im Betrieb von Gebäuden eher als Randthemen abgehandelt wurden, zeichnet sich jetzt ein tief greifender Wandel ab: Selbst bedeutende kommerzielle Investoren streben heute im Minimum das in der Schweiz gut eingeführte Minergie-Label an, das für Qualität und tiefen Energieverbrauch bürgt. In immer mehr Fällen liegt die Latte noch höher – dann gilt es, Minergie-P, Minergie-Eco, Minergie-A oder die Vision einer 2000-Watt-Gesellschaft als Zielvorgabe zu definieren. Ob Fertighausproduzent, Holz- oder Massivbau, ob privates Kleinvorhaben oder Grossbaustelle: Ein überwiegender Teil der Planungs- und der Baubranche, aber auch Politiker und Verbände haben heute die Relevanz von Nachhaltigkeits-
aspekten erkannt. Noch nie war das Bedürfnis so stark wie heute, über sämtliche Nuancen nachhaltigen Bauens zu debattieren und sich mit Fachkollegen darüber auszutauschen. Dieser Dialog und Wissenstransfer ist zugleich ein entscheidender Impuls, um das Baugewerbe und die Immobilienwirtschaft auf diesem Weg weiter voranzubringen.

 

Die Swissbau als Leitmesse für Bau und Immobilien trägt dieser Tatsache Rechnung: An jedem Messetag können die interessierten Besucher kostenlos die Swissbau Focus Arena, Workshops, iTours oder Themenanlässe zu allen Fragen des nachhaltigen Bauens besuchen. Die Relevanz dieser Anlässe kann heute kaum hoch genug eingeschätzt werden, zumal die Themen und Diskussionen den neusten Stand berücksichtigen und thematisch ein sehr weites Feld abdecken. Die Themen von Swissbau Focus sind der Wertschöpfungskette von Gebäuden entlang strukturiert: Von der Wahl des Standorts, über Planung, Bau und Betrieb bis zu Energie und Recycling werden sämtliche Aspekte beleuchtet. Führende Fachleute aus Forschung und Praxis, Opinion Leaders aus Bau und Planung und Vertreter der wichtigsten Branchenverbände und Institutionen sind dabei. Um eine lebhafte Auseinandersetzung zu ermöglichen und einen Beitrag zu neuen Ansätzen und innovativen Lösungen zu leisten, kommen dabei auch unterschiedliche Meinungen und kontroverse Positionen zum Ausdruck.

 

Swissbau Focus: geballte Branchenkraft

Swissbau Focus, Kompetenzplattform für nachhaltiges Bauen und Erneuern, präsentiert während fünf Messetagen geballte Branchenkraft. Leading Partner sind das Bundesamt für Energie mit dem Label EnergieSchweiz und der SIA, Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein. Weitere Partner-
verbände, Labelorganisationen und Bildungsinstitutionen sind: A EE, GebäudeKlima Schweiz, GNI, Hochschule Luzern, Holzbau Schweiz, Minergie, Plattform Zukunft Bau, SBV, SMGV, SMU, Suissetec, Swissolar, SZFF, VSI.ASAI, Bau und Ausbau Baden-Württemberg. Eine Liveredaktion vor Ort betreiben Fachmedien wie Baublatt, HK Gebäudetechnik, Hochparterre, kommunalmagazin, Schweizer Bauwirtschaft, Schweizer Holzbau, swissarchitects.com und Tec21.

 

 

Hohe Aufmerksamkeit garantiert

Fachbesucher dürfen sich auf fruchtbare Gespräche und Erörterungen auf einem hohen Level freuen. Auch die Rahmenbedingungen und die Einbettung des Swissbau Focus entsprechen den hoch-
gesteckten Zielen. Die Formate Swissbau Focus Arena, Workshops, iTours und Themenanlässe sind von Networking-Apéros begleitet. Auf der Website der Swissbau ist bereits heute ein Blog (www.blog.swissbau.ch) dazu aufgeschaltet, die Anlässe werden von führenden Fachmedien abgedeckt, und zusätzlich ist eine TV-Übertragung im Regionalfernsehen vorgesehen.

 

Bildungsinitiativen für Nachhaltigkeit

Von der Öffentlichkeit wird noch viel zu wenig wahrgenommen, dass der Schweizer Baubranche der Nachwuchs abhandenzukommen droht. Etwas überspitzt gesagt – wer will heute Maurer, Kranführer oder Spengler lernen? Seit Jahren rekrutiert das Gewerbe mangels eigenen Nachwuchses beim Fach-
personal und bei praxisnahen Berufen Personal aus dem Ausland. In der universitären Ausbildung junger Architekten und Ingenieure verzeichnen die Hochschulen zwar einen Zulauf, in der Praxis fehlen aber beide nach wie vor, insbesondere die Ingenieure. Auch wird ein Mangel an Umsetzungskompetenz oder an Fachwissen in Energietechnik beklagt. Architekten und Ingenieure mit Zusatzqualifikationen in Management oder Projektsteuerung, Bauleiter, oft aber auch andere Spezialisten sind auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden. Die erste Swissbau Focus Arena am Dienstag, 17. Januar 2012, widmet sich deshalb der wichtigen Frage, welche Berufsleute wir künftig dringend benötigen und welche Rollen dabei Universitäten und Fachhochschulen spielen.

 

Der Bund bzw. EnergieSchweiz hat die Aktivitäten der Aus- und Weiterbildung seit 2010 massiv ausgebaut. «Die Plattform Swissbau Focus bietet eine ideale Voraussetzung, um die vom Bund geförderten Projekte sowie die Zusammenarbeit mit Bildungspartnern und Verbänden an der führenden Fachmesse der Baubranche zu thematisieren», betont Daniel Brunner, der beim Bundesamt für Energie für Aus- und Weiterbildung verantwortlich ist. Konkret veranstaltet EnergieSchweiz an der Swissbau Workshops sowie Themenanlässe und informiert über zu diesem Zeitpunkt abgeschlossene Bildungsprogramme («Passerellen-Programm»), aber auch über eine neue Bildungsinitiative im Rahmen der bundesrätlichen Energiestrategie 2050.

 

Für eine gute Aus- und Weiterbildung der Architekten und Ingenieure macht sich genauso der Schweizerische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) stark. Verstärkte Anstrengungen unternimmt er zudem im Bereich der Nachhaltigkeit: Mit seinem Kurs «Leadership in Gebäudeerneuerung» oder dem «Passerelle-Energieingenieur-Programm» (www.passerelle-energieingenieur.ch) bietet der SIA zusammen mit dem BFE unter Mitwirkung der Fachhochschulen und weiterer Verbände wichtige Lehrgänge an, die massgeblich dazu beitragen, den hohen Anforderungen energieeffizienter Systeme und Bauten gerecht zu werden. Mehr Informationen zum Ausbildungsprogramm des SIA finden sich auch unter www.sia.ch/form. Swissbau Focus sei für den SIA eine ideale Plattform, um mit dem Fachpublikum aktuelle Kernthemen des SIA zu diskutieren, betont Thomas Müller, Leiter Kommunikation beim SIA: «Dazu zählen vor allem Aus- und Weiterbildung, aber auch Energie und Raumplanung.»

 

Gebäudelabel – aber welches?

Der Diskurs rund um Nachhaltigkeit und Energieverbrauch kann heute nicht mehr ohne die wichtige Frage von Gebäudelabels angegangen werden. Labels geben Orientierung, helfen als Planungs-
grundlage und einfache Orientierungshilfe. Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft und kann der Weiterentwicklung förderlich sein. So jedenfalls präsentiert sich heute die Ausgangslage in der Schweiz, die von gesetzlichen Mindestvorschriften, vom breit verankerten Minergie-Standard und von vielen weiteren Standards (SIA-Normen, 2000-Watt-Gesellschaft) und ganz neu von internationalen Labels wie Leed, Breeam, DGNB usw. geprägt ist. In der Swissbau Focus Arena vom Mittwoch, 18. Januar 2012, unter dem Motto «Wertsteigerung durch Gebäudelabels – nachhaltiges Bauen wird messbar» können sich Messebesucher auf den aktuellen Stand bringen, auch was die Idee einer «Zero-Emission-Architektur» betrifft.

 

Energie im Bau

Die Swissbau Focus Arena vom Donnerstag, 19. Januar 2012, «Energie im Bau – Herausforderungen im Bestand» rückt die Sanierung bestehender Gebäude in den Fokus. Gemäss den neusten verfügbaren Zahlen gehen in der Schweiz 50% des Primärenergieverbrauchs auf das Konto von Gebäuden. Allein 30% werden nach wie vor für Heizung, Klimatisierung und Warmwasser aufgewendet. Eine Steigerung der Energieeffizienz oder nach Möglichkeit auch eine Reduktion des Energieverbrauchs werden kaum zu bewerkstelligen sein, wenn der Gebäudepark der Schweiz nicht nachhaltig und umfassend saniert wird. Die Swissbau Focus Arena wird deshalb den Bogen weit spannen und grundsätzliche Fragen der Schweizer Energiepolitik aufgreifen: Wie kann der Energieverbrauch beim Bau und beim Betrieb von Gebäuden gesenkt werden? Welche neuen Gebäudetechniken verheissen neue Lösungen? Sind längerfristig energieautarke Gebäude möglich, oder braucht es neue Grosskraftwerke, sprich neue AKW oder Gaskombikraftwerke? Auch wenn die Debatte nicht alle Fragen beantworten kann, erhalten die Besucher wichtige Anhaltspunkte, wie unsere Gebäude der Zukunft aussehen werden.

 

Bauen im Kontext

Im Rahmen der letzten Swissbau Focus Arena vom Freitag, 20. Januar 2012, unter dem Stichwort «Bauen im Kontext» widmen sich Fachleute der Raumplanung und dem oft zitierten Grundsatz vom Siedlungswachstum «nach innen». Die Diskussion wird sich dabei im Spannungsfeld von «Einfamilienhaus versus Wolkenkratzer» bewegen und Antworten suchen auf Fragen wie: Was müssen Architektur und Ingenieurtechnik leisten, damit Lebens- und Arbeitsräume auch im Zeichen der Verdichtung als attraktiv erlebt werden? Angesichts solcher Aktualität ist es kein Zufall, dass der erklärte Grundsatz «Raumentwicklung der Schweiz mitgestalten» zu den fünf Topthemen des SIA zählt: «Der SIA will verstärkten Einfluss nehmen auf die Neugestaltung der gesetzlichen Grundlagen zur Raumplanung und damit auf die künftige Entwicklung des Lebensraums Schweiz», erläutert Thomas Müller vom SIA.

 

 

http://www.swissbau.ch

 

 

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