Kläranlage wird zum eWerk

 

Bild:Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

Abwasser-Innovationspreis für Kläranlage Straubing überreicht. Den mit 350.000 Euro dotierten Preis überreichte Umweltminister Huber für eine Maßnahme mit Vorbildcharakter in den Bereichen Energieeffizienz und Ressourcenschonung.

 

Kläranlagen können einen wichtigen Beitrag für den Ressourcen- und Klimaschutz leisten. Um die Energieeffizienz bei der Abwasserbeseitigung weiter zu steigern, zeichnet der Freistaat zukunftsweisende Projekte mit dem Abwasser-Innovationspreis aus. Das betonte der Bayerische Umweltminister Dr. Marcel Huber bei der Überreichung eines Schecks von 350.000 Euro für die Kläranlage Straubing: „Abwasser enthält viel ungenutzte Energie. Diesen flüssigen Rohstoff müssen wir nutzen. Eine erfolgreiche Energiewende braucht innovative Ideen, die in die Fläche gebracht werden können.“ Im Einzugsgebiet der Kläranlage Straubing liegen mehrere Betriebe, die organisch hoch belastete Abwässer erzeugen. Diese Abwässer sollen zukünftig über eine vier Kilometer lange Druckleitung direkt zur Kläranlage gepumpt werden. Dort sollen in einem neuen Behälter die organischen Verbindungen durch den Einsatz von Bakterien in Biogas umgewandelt werden. Dabei entsteht energiereiches Faulgas, das im bestehenden Blockheizkraftwerk zur Stromgewinnung verbrannt wird. Die gleichzeitig entstehende Wärme soll wiederum für die Klärschlammtrocknung verwertet werden. Huber: „Die neue Idee zeigt, wie Abwasser als Energieressource genutzt und gleichzeitig die hohen Anforderungen an die Reinigung des Wassers eingehalten werden können. Dieses Projekt hat bayernweiten Vorbildcharakter.“

 

 

Das Bayerische Umweltministerium hat 2012 erstmals den „Abwasser-Innovationspreis“ ausgelobt. Der Abwasser-Innovationspreis wird für herausragende Verfahren der Abwasserreinigung, Kanalsanierung, Regenwasserbehandlung, Energieeffizienz oder -gewinnung vergeben. Huber: „Gerade in den Kläranlagen steckt viel Potential für technische Innovationen und Energieeinsparung. Der Bezug von Fremdenergie ist ein immer größer werdender Kostenfaktor für Kläranlagen. Wir wollen den Kommunen dabei helfen, hier selbst aktiv gegenzusteuern. Wer effizient arbeitet und Energie spart, kann gleichzeitig die Bevölkerung entlasten.“ Preisträger sind neben Straubing auch die Gemeinden Pegnitz und Rott (Landkreis Landsberg am Lech) sowie die Stadt Cham. Verbunden mit dem Preis ist die Zusage, dass die Projekte mit einem individuellen Festbetrag in Höhe von 350.000 bis zu 1,2 Millionen Euro gefördert werden. Zudem wurden auch Prämien ausgelobt: Je 2.500 Euro haben die Stadt Bischofsheim an der Rhön und die Stadt Erlangen als Prämie für ihre zukunftsweisenden Konzepte erhalten.

 

www.wasser.bayern.de

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