Starkregen lässt Dächer ächzen

Starkregen der letzten Tage belasteten Dächer teilweise mit über 165kg/m² zusätzlich.
Monitoring der Statik wird immer wichtiger.

Dachmonitoring zur Früherkennung möglicher Dacheinstürze (Bild: tbm hightech control GmbH)

Beispiele wie der Dacheinsturz eines Teppich-Großhandels oder heute in Malchow verdeutlichen das Risiko noch mehr.

Nach heftigen Regengüssen am Mittwochvormittag sind in Malchow, im Süden der Mecklenburgischen Seenplatte, massive Schäden festzustellen. Vollgelaufene Keller, sprudelnde Gullys und ein eingestürztes Dach des Sporthotels sind die Folgen.

Dacheinstürze durch Extremwetterereignisse wie Starkregen führen immer häufiger zu übermäßigen Dachbelastungen. Ein Überschreiten der maximal zulässigen Traglast des Daches können Dachsensoren registrieren und so rechtzeitig Alarm auslösen. Durch einen Vor- und Hauptalarm bleibt dann genügend Zeit, entsprechende Vorkehrungen oder gar eine Evakuierung zu planen.

Regionale Unterschiede bei Dachlasten
Aus der Praxis lassen sich zahlreiche Anwendungsfälle beschreiben. Die Sensoren bei Dächern von Supermärkten, Werkshallen oder Flughäfen werden besonders nachgefragt. Die Anfragen unterscheiden sich aber auch regional. Während im Süden das Schneelastrisiko als höher eingeschätzt wird, steht im Norden die Stauwassergefahr im Fokus. Die unterschiedliche Risikoeinschätzung folgt aus den Unwetterereignissen der letzten Jahre. Kaum beachtet wurde im vergangenen Herbst der durch Stauwasser verursachte Dacheinsturz eines Supermarktes in Brunsbüttel, deren Mitarbeiter sich gerade noch in Sicherheit bringen konnten. Die Niederschläge seien damals so heftig gewesen, dass es zum Stau im Fallrohr kam und die Wassermassen somit nicht ablaufen konnten. Die punktuelle Dachbelastung durch die Wassermassen führte dann zum Einsturz des Daches. Dachlastsensoren hätten hier die zusätzliche Dachlast rechtzeitig erkannt und so vor dem Ereignis warnen können. Durch einen Voralarm mit zwei frei einstellbaren Alarm-Schwellwerten (beispielsweise 50 bis 60 Prozent) der zulässigen Dachlast können die Verantwortlichen zeitnah Gegenmaßnahmen einleiten. Bei einer weiteren Zunahme der Dachlast von beispielsweise 90 Prozent wird die Gefahr zusätzlich durch ein Evakuierungsalarm signalisiert. Die Alarmierung erfolgt über die Displayanzeige der Steuerung und optional über die Ampel-Alarmleuchte mit integriertem Summer.

 

Archivmeldungen: Dachmonitorung 

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