Wasserexperten treffen sich in Berlin

Berlin Water Night
Die Messe passt bestens nach Berlin

Wasser Berlin International 2017

Wasser Berlin International 2017 (Bild: IWP)

Am Standort Berlin ist die WASSER BERLIN INTERNATIONAL genau richtig. Die Oberfläche der Hauptstadt besteht nämlich zu 6,6 Prozent aus Wasser. Deshalb und wegen der günstigen Grundwasserverhältnisse kann sich Berlin zu weit über 90 Prozent selbst mit Trinkwasser versorgen. Darauf wies Wirtschaftssenatorin Ramona Pop bei der Berlin Water Night am Dienstagabend hin. In der Stadt ist darüber hinaus sehr viel Know-how zum Thema Wasser versammelt, beispielsweise im Kompetenzzentrum Wasser oder in Forschungseinrichtungen der Technischen Universität. Aber auch Industrie und Wirtschaft sind hier prominent vertreten. Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Wasserbetriebe, Jörg Simon, präsentierte sein Unternehmen als gute Basis für die Verbindung von Themen aus der Praxis mit Handel und Produktion, für die die Messe ein hervorragendes Forum biete. Die neben Erde und Wasser weiteren klassischen Elemente fanden sich in einem von barocken Motiven inspirierten Feuerwerk zum musikalischen Thema „Berliner Luft“ wieder, mit dem der Abend endete.

Iran-Konferenz
Iran muss viel in gesicherte Wasserversorgung investieren

Der Iran gehört zu den Weltregionen, die große Wasserprobleme haben, ohne dass es Aussicht auf Besserung gibt. Der Vize-Energieminister des Landes, Rahim Meidani, führte dies bei der Iran-Konferenz der WASSER BERLIN INTERNATIONAL auf den Klimawandel zurück, da die durchschnittliche Temperatur gestiegen sei. Gleichzeitig sei die jährliche Niederschlagsmenge gesunken, es gebe aber immer mehr sehr starke Regenereignisse. Deshalb habe das Land mehrere milliardenschwere Wasserprojekte in Angriff genommen. Meidani lud Deutschland dazu ein, sich daran zu beteiligen. Er sicherte auch staatliche Garantien zu, verlangte aber zugleich, dass dazu Joint Ventures gebildet werden sollten, an denen iranische Unternehmen 51 Prozent halten müssten. Das lehnte der Bauunternehmer Ludwig Pfeiffer unter Bezugnahme auf ein spezielles Projekt seines Unternehmens ab, weil es keine einschlägigen Unternehmen im Iran gebe. Obwohl Sebastian Boseke vom Kreditversicherer Euler Hermes darauf verwies, dass die Bundesregierung spezielle Garantien für Auslandsinvestitionen im Iran anbietet, ergab die Publikumsdiskussion, dass das Risiko einer Wiedereinführung der Sanktionen gegen Iran noch ein Hindernis für langfristige Investitionen darstellt.

Kongressforum
Wasserstress zwingt zu Kreislaufwirtschaft

Vier Milliarden Menschen leben in Regionen, die entweder bereits unter Wassermangel leiden oder denen eine Unterversorgung droht. Deshalb sei die Einhaltung der international vereinbarten Nachhaltigkeitsziele zur Kreislaufwirtschaft gerade beim Wasserkreislauf dringend nötig, erklärte der Geschäftsführende Direktor der International Water Association (IWA), Ger Bergkamp, beim Kongressforum der WASSER BERLIN INTERNATIONAL. Er beklagte zugleich große Herausforderungen auf dem Weg dorthin, zum Beispiel administrativer Art. Der Übergang von der Konsum- zur Kreislaufwirtschaft müsse in engem Kontakt mit dem Verbraucher geschehen, sonst scheitere er. Für Städte empfahl er einen weniger zentralen Ansatz und ein „wasser-sensibles“ Design, das den neuen Anforderungen Rechnung trage. Angesichts der kulturellen Unterschiede der betroffenen Regionen müsse oft vor Verhandlungsbeginn eine Klärung der Fragen stehen, damit klar werde, was überhaupt zulässig sei und was nicht.

Flood Management Symposium
Kommunen in der Pflicht beim Niederschlagswasser

Es gibt noch große Defizite beim Umgang mit Niederschlagswasser, insbesondere im Hinblick auf Sturzfluten. Mit diesen Worten nahm Professor Wolfgang Günthert von der Münchener Bundeswehr-Universität die Gemeinden beim Expertenforum zum Thema Flood Management auf der WASSER BERLIN INTERNATIONAL in die Pflicht. Starkregen-Ereignisse seien aber wegen des Klimawandels in jüngster Zeit deutlich häufiger und könnten ohne Vorwarnung überall vorkommen. Wegen ihrer lokalen Begrenztheit seien sie überdies extrem schwer vorherzusagen. Die Gemeinden arbeiteten oft noch mit Szenarien, die solche Ereignisse nicht vorsähen und die zunehmende Versiegelung durch Wohnungsbau nicht berücksichtigten. Zwar gebe es aus finanziellen Gründen nicht die Möglichkeit, sämtliches Niederschlagswasser solcher Sturzfluten im Kanalisationssystem abzuleiten. Es sei auch nicht Aufgabe der Kommune, Vorsorge auf privaten Grundstücken zu finanzieren, aber sie müsse die Eigentümer über die Risiken informieren. Vielfach werde diese Vorbereitung aus Kostengründen unterlassen. Eine Analyse „kostet so viel wie ein Pkw“, sagte Günthert. Bei einem Starkregen, der ohne diese Analysen eintrete, könne der Schaden weit größer als ein Pkw sein.

NO DIG BERLIN
Besondere Herausforderungen für den Leitungsbau

Wasser Berlin International 2017 (Bild: IWP)

Wasser Berlin International 2017 (Bild: IWP)

In den nächsten zehn bis 15 Jahren kommt es durch den Ausbau der Hochspannungssysteme zu besonderen Herausforderungen für den Leitungsbau in Deutschland. Darauf verwies Dr. Marc Peters, Leiter des Geschäftsbereichs Energie der Herrenknecht AG, in seinem Vortrag „Neue Vortriebstechnik für kleine Durchmesser und lange Haltungen am Einsatzbeispiel der Erdkabelverlegung“ im Rahmen der NO DIG BERLIN. Aufgrund verschiedenartiger Hindernisse wie Straßen und Bahntrassen müsse dies auf einer Länge von circa 150 bis 225 Kilometern grabenlos geschehen, sagte Dr. Peters. Zudem gebe es bestimmte Anforderungen an die Technologie von den Netzbetreibern. In der Wasserwirtschaft genutzte Verfahren könnten nicht in dieser Art und Weise im

Energiesektor genutzt werden, so der Referent. Aus diesem Grund entwickelte Herrenknecht ein neues zweistufiges Verfahren für die grabenlose Verlegung von Erdkabeln, und zwar die Automatische Vortriebsmaschine Nass-Strahlpumpe AVNS 350 XB. Damit sei es zusammen mit den ebenfalls neu entwickelten Pilotrohren möglich, die Zielvorgabe von 12 bis 15 Tagen für die jeweilige Kabelverlegung einzuhalten, betonte Dr. Peters.

German Toilet Organization e.V.
Schüler trinken symbolisch gefährliches Abwasser

Schülerinnen und Schüler aus vier Berliner Schulen trinken am Donnerstag (30. März, ab 10:45 Uhr) symbolisch einen gefährlichen Abwasser-Cocktail auf der Publikumsschau WASsERLEBEN der WASSER BERLIN INTERNATIONAL. Sie wollen damit bei einer Pressekonferenz der German Toilet Organization e.V. darauf aufmerksam machen, dass weite Teile der Menschheit besonders auf der südlichen Hälfte der Erde noch immer keinen hygienischen Zugang zu Trinkwasser haben. Das hat jährlich Millionen Todesopfer zur Folge. Besonders betroffen sind Kinder, die noch nicht über ein ausgeprägtes Abwehrsystem verfügen. Die Aktion „Braune Wasser sind mief“ ist ein Teil des Programms „Klobalisierte Welt“, das sich zum Ziel gesetzt hat, nachhaltige Abwasserentsorgung und –behandlung voranzutreiben.

KKI Krisenstabsübung
Krisenmanagement anfassbar

Nachdem die Krisenstabsübung vor zwei Jahren auf großes Interesse beim Messepublikum gestoßen sei, werde dieses interaktive Forum auch diesmal wieder von der KKI – Kompetenzzentrum Kritische Infrastrukturen GmbH in Kooperation mit der Messe Berlin durchgeführt, berichtet Heiko Hausrath, Assistent der KKI-Geschäftsführung. Er erläutert, dass nach der Veröffentlichung des Buches „Blackout“ das Thema Krise und Krisenmanagement bei den Unternehmen stärker ins Bewusstsein geraten sei. Daraus würden die zunehmenden Anstrengungen und Bemühungen resultieren, sich adäquat auf extreme Gefahren wie Hochwasser, Extremwetterlagen, Strom- oder einen IT-Ausfall vorzubereiten. Bei der KKI Krisenstabsübung wird ein bestimmtes Szenario vorgegeben und das erforderliche Management in der rund einstündigen Übung durchgespielt. Nach dem Grundsatz: Systematik ist der Plan zur Bewältigung von Notfällen und Krisen. „Wir versuchen, das Thema Krisenmanagement spielerisch zu vermitteln, es verständlich und anfassbar zu machen“, ergänzt Hausrath.

Anticimex GmbH
Die Kanalisationsfalle von Anticimex

Wasser Berlin International 2017

Wasser Berlin International 2017 (Bild: IWP)

Intelligente Bekämpfung von Nagetieren in Abwassersystemen ermöglicht die SMART-Trap von Anticimex. Die Kanalisationsfalle ist giftfrei und umweltfreundlich. Sie arbeitet vollautomatisch. Sensoren registrieren Körperwärme und Bewegung im Kanalisationsrohr und aktivieren die Falle, sobald eine Ratte sie passiert. Mit Bolzen, die hydraulisch getrieben mit einem Tempo von 130 km/h auf das Tier niedersausen, wird es schnell getötet und fortgespült. Nach anderthalb Minuten ist die Falle wieder einsatzbereit. Diese digitalen Fallen setzen nach Unternehmensangaben einen neuen Standard und gewährleistet Schutz und Überwachung rund um die Uhr. Die Verringerung der Nagerpopulation wird im überwachten Bereich auch oberirdisch spürbar.

 

Wasserinnovationen aus Großbritannien:

Wasser Berlin International 2017: Riventa Limited erstmals auf der Wasser Berlin International Energiemanagement erhöht Energieeffizienz bei Pumpen

Wasser Berlin International 2017: Riventa Limited erstmals auf der Wasser Berlin International
Energiemanagement erhöht Energieeffizienz von Pumpen  (v.links: Simon Mitchell, Salesmanager; Steve Barrett, Geschäftsführer) http://www.riventa.com

Das System schließt sich bei Hochwasser und verhindert das Eindringen von Wasser, Ungeziefer, etc. (Bild: IWP)

The Flood Company: Das System schließt sich bei Hochwasser und verhindert das Eindringen von Wasser, Ungeziefer, etc. in das Gebäude. (Bild: IWP) http://thefloodcompany.co.uk

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit Amoeben gegen Legionellen

Wasser Berlin International 2017

Wasser Berlin International 2017

Mit Biomeba, eine Entwicklung der aqua-concept Ges. f. Wasserbehandlung mbH, steht eine optimale Alternative zur bisher rein chemischen Desinfektion des Wassers von Verdunstungskühlanlagen und Rückkühlwerken zur Verfügung. Das biologische Biozid ist eine Amöbenart, die sich von Keimen wie Legionellen, Pseudomanaden oder Listerien ernährt. Die Wasserdesinfektion erfolgt so auf eine ganz natürliche Art und Weise.

http://www.wasser-berlin.de/

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