Flexible Sektorkopplung: Systemeffizienz durch Speicher

Der Financial Dialogue ist eine Plattform für den Kommunikations- und Wissensaustausch der Speicher-Industrie. Auf der Energy Storage Europe 20176 werden die Themen „Finanzierung, Risikomanagement und Digitalisierungstrends thematisiert. (Foto: Messe Düsseldorf / ctillmann)

Speicherexperten auf der ENERGY STORAGE EUROPE in Halle 8b der Messe Düsseldorf

  • Die Übertragung von erneuerbarer Energie vom Stromsektor in die Sektoren Wärme und Mobilität (Sektorkopplung) ermöglicht hohe Anteile von erneuerbaren Energien an der Energieversorgung und zugleich mehr Energieeffizienz und reduzierte CO2-Emissionen. Beides sind Kernziele der Energie- und Klimapolitik.
  • Besonders nachhaltig und effizient wird Sektorkopplung durch Energiespeicher, die Flexibilität in das Energiesystem bringen. Flexible Sektorkopplung erlaubt die zeitliche Entkopplung von Energieangebot und -nachfrage und optimiert die Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem.

Kernziele der Energie- und Klimapolitik sind die Erhöhung der Energieeffizienz, die Reduzierung von Co2-Emissionen und die Erhöhung des Anteils von erneuerbaren Energien am Energiemix. Der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien wird hauptsächlich auf fluktuierenden erneuerbaren Energien wie Wind- oder Sonnenenergie basieren. Gleichzeitig muss in den Energiesektoren (Strom, Wärme/Kälte und Mobilität) der Anteil an fossilen, CO2-intensiven Energiequellen reduziert werden. Über die Kopplung der Energiesektoren (in verschiedenen Verbrauchsbereichen und Energieformen) können diese Kernziele nachhaltig realisiert werden.

Sektorkopplung meint die Übertragungsmöglichkeit der Energiebereitstellung von einem Sektor in einen anderen Sektor. Insbesondere die Übertragung von erneuerbarem Strom in den Wärme- oder Mobilitätssektor spielt für die energie- und klimapolitischen Ziele eine herausragende Rolle.

Flexible Sektorkopplung bringt erneuerbare Energien zu hohen Anteilen in die verschiedenen Energiesektoren, verringert deutlich die Treibhausgasemissionen und hebt Energieeffizienzpotentiale besonders effektiv. Durch den Einsatz von Energiespeicherlösungen wie Power-to-X-Technologien wird die Transformation der Energieformen zwischen verschiedenen Energiesektoren sogar zeitlich unabhängig von Energieangebot und -nachfrage möglich. Das entlastet lokal die Verteilnetze und ermöglicht den direkten Einsatz von erneuerbarer Energie dort, wo sie am kosteneffizientesten genutzt werden können. Mithilfe von flexibler Sektorkopplung können die nächsten Etappen der Energiewende besonders effizient und nachhaltig erreicht werden.

Dr. Andreas Hauer, BVES-Präsidiumsmitglied und Leiter des Bereichs Energiespeicherung am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern): „Flexible Sektorkopplung ist intelligente Sektorkopplung. Energiespeicherlösungen bieten den flexiblen Systemansatz für die Sektorkopplung, der die nächsten Etappenziele der Energiewende erreichbar macht.“

Der Bundesverband Energiespeicher (BVES) vertritt die Interessen von Unternehmen mit dem gemeinsamen Ziel der Entwicklung und Vermarktung von Energiespeichern in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität. Als technologieoffener Industrie-Verband ist der BVES Dialogpartner für Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Öffentlichkeit.

 

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