Entsorgung vernetzt


Clean the Extreme – Europäisches Entsorgungs-Netzwerk für das Beseitigen und Verwerten von Sonderabfällen


entsorg_curPer Videoschaltung das Netzwerk „Clean the extreme“ hautnah erleben: Die Besucher der Fachmesse Entsorga-Enteco in Köln (27.-30.10.2009) können sich am Messestand des CHEMPARK-Betreibers CURRENTA von der Leistungsstärke des europäischen Entsorgungsnetzwerkes und der CURRENTA-Entsorgungsanlagen überzeugen. Über Web-Kameras ist das Unternehmen mit seinem italienischen Partner Riccoboni auf der gleichzeitig stattfindenden Messe ECOMONDO in Rimini verbunden. Zudem besteht direkter Kontakt zu den Partnern in den Niederlanden und in Frankreich.


CURRENTA und seine europäischen Partner aus der Entsorgungsbranche haben das Netzwerk „Clean the extreme“ weiter gefestigt. Anbieter und Kunden profitieren von „Clean the extreme“. Den beteiligten Partnerunternehmen gestattet die Kooperation ein gleichmäßigeres Auslasten ihrer Anlagen. Seinen Kunden eröffnet das Netzwerk ein höheres Maß an Entsorgungssicherheit. Im Fall von Anlagenstillständen oder der Auslastung eines Anbieters übernimmt ein anderer Netzwerkpartner den Auftrag. Die Kunden von „Clean the extreme“ können sich so stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und profitieren damit von einer höheren Verfügbarkeit ihrer eigenen Anlagen.



Die Vernetzung der europäischen Partner aus der Entsorgungsbranche bietet auch ökologische Vorteile. Sonderabfälle können jetzt leichter in nahe gelegenen Anlagen entsorgt werden. Unnötig lange Transporte werden auf diese Weise vermieden. Bereits aus fünf europäischen Ländern liefern Firmen Stoffströme an CURRENTA. In seinen eigenen Entsorgungsanlagen kann das Unternehmen diese optimal thermisch behandeln. Nicht zuletzt sind die Sonderabfall-Verbrennungsanlagen der CURRENTA im europäischen BREF-Dokument (Best Available Technique Referenz Documents) als der weltweit beste verfügbare Stand der Technik aufgeführt.


Einige der Partner im Netzwerk „Clean the extreme“ bieten technische Möglichkeiten, um Stoffkreisläufe zu schließen. Beispielsweise besitzt LANXESS eine Schwefelsäure-Spaltanlage, die verschmutzte Schwefelsäure reinigt und für chemische Prozesse wieder nutzbar macht. Bayer Schering Pharma bringt seine Jodrückgewinnungsanlage und eine Destillationsanlage für spezifische Lösemittel in das Netzwerk mit ein. CURRENTA Umwelt bietet seine Leistungen je nach Kundenwunsch als Einzel- oder Komplettlösung an: vom Spezialfall bis zur Rundum-Versorgung, mit Analytik, Transport, Zwischenlagerung und abschließender Entsorgung.


Im Jahr 2008 entsorgte, verwertete und recyclierte CURRENTA Stoffströme von über 1,3 Millionen Tonnen. Im CURRENTA-Geschäftsfeld „Umwelt“ betreiben 600 Mitarbeiter sieben Verbrennungs- und drei Kläranlagen, zwei Deponien und drei Wertstoffsammelzentren sowie eine Reinigungsanlage für Industriebehälter. Darüber hinaus vermarktet CURRENTA eine Gasphasen-Oxidationsanlage von Bayer MaterialScience, die Wässer mit hohen
organischen Salzfrachten entsorgen kann.


Forschungsprojekte führen zu neuen Entsorgungslösungen


Im Januar 2009 führte CURRENTA im CHEMPARK ein optimiertes elektronisches Nachweisverfahren (EANV) ein. Das neue Internet-Portal ist eine Weiterentwicklung des bisherigen Abfall-Management-Informationssystems „AMIS“. Es ermöglicht eine vollständige Integration aller relevanten Daten in die operativen Entsorgungs- und Logistikabläufe. Für die Kunden besteht ein zusätzlicher Nutzen darin, Doppeleingaben zu verhindern, die
Disposition zu optimieren und den gesamten Entsorgungsprozess zu beschleunigen. Mit dem neuen elektronischen Verfahren wird eine hohe Datenkonsistenz vom Abfallerzeuger über die Logistik bis zum Entsorger gesichert. Darüber hinaus können Abfallerzeuger die vom Gesetzgeber geforderte elektronische Registerführung von CURRENTA erledigen lassen.



Das Unternehmen plant einen kontinuierlichen Ausbau des EANV zu einem Informationsportal für entsorgungs- und umweltrelevante Daten. Neben einem Internet-Zugang sollen Kunden zukünftig nur noch ein Kartenlesegerät benötigen, um das Portal nutzen zu können. Bis zum April 2010 werden alle 500 Betriebe an den CHEMPARK-Standorten über das elektronische Nachweisverfahren entsorgen.


Die Currenta GmbH & Co. OHG ist als Joint Venture der Bayer AG und der LANXESS AG Betreiber des CHEMPARK mit den drei deutschen Standorten Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. Mit rund 3.500 Mitarbeitern und fünf Geschäftsfeldern sichert CURRENTA den Partnern optimale Rahmenbedingungen durch vielfältige Produktverbünde und ein umfassendes Service-Portfolio. Dazu zählen unter anderem Energieversorgung, Umwelt- dienstleistungen, Sicherheit, Analytik, Ausbildung sowie weitere Serviceleistungen innerhalb des CHEMPARK. Teile dieser Leistungen bietet CURRENTA auch externen Kunden an.(rk)


http://www.bayer.de
Messe Köln, 27.-30.10.2009, Halle 8.1, Stand D082/E085