Energiezentrale für Reststoffe

 

 

Neuauflage ermöglicht dezentrale Bioenergie auch in Wohnsiedlungen

 

Als Rohstoffe für die bedarfsgerechte Energieerzeugung dienen Abfälle aus der Landschaftspflege und andere biologische Reststoffe, für die es bisher keine sinnvolle Verwertungsmöglichkeit gab. So kann neben Strom auch Wärme zu Preisen gewonnen werden, die um bis zu 20 Prozent unter denen konventioneller Erzeuger liegen. Da die Thermovergaser nahezu emissionsfrei arbeiten, können sie im Unterschied zu klassischen Biogasanlagen selbst mitten in Wohnsiedlungen oder Gewerbegebieten aufgestellt werden.

 

Grundlastfähige Feststoff-Vergaser liefern sicher und risikofrei Strom und Wärme

 

Der erste Neuauftritt der mehrfach preisgekrönten Technologie soll nach Angaben von Vorstand Ralph Brendler, bioenergy systems N.V auf der bevorstehenden Hannovermesse erfolgen: „Die tragischen Ereignisse in Japan zeigen, dass kein Weg an einer Umstellung auf erneuerbare, sichere Energiequellen vorbeiführen wird“, so der diplomierte Verfahrenstechniker. Das große Manko der meisten Regenerativlösungen, ihre fehlende Grundlastfähigkeit, entfalle bei den containerbasierten Systemen seines Unternehmens. Sie liefen unabhängig von den Witterungsbedingungen kontinuierlich mit einer Leistung von 220 KWel. an jedem beliebigen Standort.

 

Nachdem das deutsche Tochterunternehmen, die bioenergy systems GmbH, bereits etliche Anlagen im Dauerbetrieb erfolgreich getestet hatte, musste es im Zuge der Finanzkrise seine Geschäftstätigkeit einstellen. „Die Unterbrechung war bitter; das Interesse an unseren Anlagen in der Industrie, bei Kommunen und der Wohnungswirtschaft ist aber unverändert gegeben“, sagt Brendler. Patente und das Know-how seien bei der nicht von der Insolvenz betroffenen Muttergesellschaft verblieben, ein Neustart deshalb naheliegend gewesen. Die AKW-Katastrophe in Japan habe den Prozess nur beschleunigt. Neuer Firmensitz werde Wiesbaden.

 

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Nach erfolgter Kapitalerhöhung würden derzeit eine Reihe Standorte zur Errichtung neuer Demonstrationsanlagen geprüft. Auch das Forschungs- und Entwicklungszentrum solle wieder in Deutschland etabliert werden. Ziel sei, die derzeit für den Einsatzstoff Holz optimierte Technologie an zusätzliche, weltweit verfügbar Bio-Betriebsstoffe anzupassen.

 

 

Die Feststoffvergaser von bioenergy systems können gekoppelt oder als Insellösung betrieben werden, etwa zur autarken Energieversorgung einzelner Hotels, isoliert liegender Ortschaften – oder auch zur Absicherung von Kraftwerks-Kühlsystemen.

 

Die bioenergy systems N.V. mit Firmensitz im holländischen Eindhoven will zeitnah die 2009 unterbrochene Entwicklung und Fertigung von Anlagen zur kostengünstigen Strom- und Heizwärme-Erzeugung aus biogenen Reststoffen in Deutschland wieder aufnehmen.

 

 

 

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