Lärmschutzwand aus Lärchenholz

 

 

Eine Lärmschutzwand aus Lärchenholz die gegen Straßen- und Eisenbahnlärm eingesetzt werden kann ist die Produktneuheit, die von fünf kooperierenden Südtiroler Unternehmen entwickelt wurde. Die zu 100 Prozent recyclebare Schallschutzwand namens „SILENCE“ erreichte bei Messungen die jeweils höchste Bewertung in den Kategorien Schallabsorption und -isolation. Durch eine bedruckbare Folie auf der den Verkehrsteilnehmern zugewandten Seite, kann die Wand zusätzlich „individuell“ designt werden. Koordiniert wurden die Entwicklungsarbeiten an der Lärmschutzwand vom Kompetenzzentrum für Alpine Bautechnologie (KAB) in Zusammenarbeit mit dem Cluster Holz & Technik des TIS innovation park.

Lärmschutzwand aus Lärchenholz

 

Bild: TIS/Markus Langes

 

Entstanden ist die Lärmschutzwand „SILENCE“ durch die Zusammenarbeit der Pircher Oberland AG, der Alpenbau GmbH, der Obrist GmbH dem Ingenieurbüro Mayer & Partner und dem Unternehmen „Alm 2“.

 

„Ein wichtiges Anliegen bei der Entwicklung der Lärmschutzwand war allen Beteiligten die Verwendung einheimischer Produkte“, erläutert Markus Langes, Koordinator des KAB. So entstünden geringe Transportspesen, auch der Umwelt käme – aufgrund der geringen CO2-Emissionen – diese Strategie zugute. Die Verwendung von Lärchenholz garantiere zudem eine lange Lebensdauer. Auf die Verwendung von Chemikalien wurde bei der Herstellung der Lärmschutzwand verzichtet. Das verwendete Holz stammt zudem aus nachhaltiger Südtiroler Forstwirtschaft.

 

Mittlerweile ist auch die Politik auf die neuentwickelte Lärmschutzwand aufmerksam geworden. Die Landesräte Michl Laimer (Umwelt) und Florian Mussner (Bau) nahmen die innovative Lärmschutzwand vergangene Woche unter die Lupe. Ergebnis: Laimer bezeichnete SILENCE als ausgereiftes Produkt, das vor allem aufgrund seiner ökologischen Vorzüge von besonderem Interesse für Südtirol sei. Besonders beeindruckt zeigte sich Laimer von der Tatsache, dass sich die Lärchenholz-Lärmschutzwand auch harmonisch ins Landschaftsbild einpasse und dass die Lärmschutzwand von der Produktion, über die Nutzung, bis zum Recycling einem ganzheitlichen Ansatz folge.

 

Landesrat Florian Mussner hob ebenfalls diesen Aspekt positiv hervor. Vor allem die Recyclingmöglichkeiten der Lärmschutzwand empfand Mussner als äußerst positiv und stellte aufgrund der hervorragenden schallisolierenden und schallabsorbierenden Messwerte der Lärmschutzwand ein Pilotprojekt in Aussicht, bei dem 300 Meter Lärmschutzwand in naher Zukunft in Südtirol realisiert würden.

 

„Die Kooperation von fünf Südtiroler Unternehmen flankiert vom Kompetenzzentrum für Alpine Bautechnologie und vom TIS hat dieses nachhaltige Produkt hervorgebracht“, erläutert Markus Langes. „Daran ist abzulesen, welchen wichtigen Stellenwert Unternehmenskooperationen für die Wettbewerbsfähigkeit von Südtiroler Unternehmen haben können“, so Langes weiter.

 

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