Entkoppelter Belag für viel PS

 

 

Wenig Staub aufwirbeln und die hochwertigen Fahrzeuge voll zur Geltung bringen – das war die Anforderung an die Verlegung des neuen Fliesenbelags im Mercedes-Autohaus Luxemburg. Weil der Verkauf möglichst störungs- und vor allem staubfrei weitergehen sollte, kam das Abfräsen der alten Epoxidharzbeschichtung nicht in Betracht. Die Lösung: ein schwimmend verlegtes Belagsträger- und Entkopplungssystem.

 

Ein elegantes Autohaus, viele exklusive Modelle und zwei große Herausforderungen: Auf über 1.600 Quadratmetern Ausstellungsfläche des Mercedes-Autohauses in Luxemburg sollte ein neuer, großformatiger Fliesenbelag verlegt werden, der die Fahrzeuge fortan ins rechte Licht rückt. Und das ohne Pause: Denn während der Bauphase musste der Betrieb auf verkleinerter Fläche weitergehen. Dabei durften die Fahrzeuge nicht einstauben. Ein spannendes Projekt für Fliesen-Simmer aus Echternach.

 

Der vorhandene Untergrund – eine dick aufgetragene Epoxidharzbeschichtung – entpuppte sich als nächstes Problem. „Expoxidharz ist für eine Verbundverlegung nicht geeignet“, sagt Gutjahr-Geschäftsführer Walter Gutjahr. „Zumal die Oberfläche durch die Reinigung zusätzliche Trennschichten aufwies. Nur: Abfräsen wäre auf dieser großen Fläche extrem mühevoll und staubig geworden. Daher war es sinnvoll, den Belagsaufbau vollständig zu entkoppeln.“

 

Belagsträger und Entkopplung in Einem

Normalerweise werden Entkopplungssysteme mit dem Untergrund verklebt. Doch durch den haftungsfeindlichen Epoxidharzboden konnte nur ein schwimmend verlegtes System zum Einsatz kommen. Diese Eigenschaften bietet im Markt derzeit nur ein Produkt: IndorTec 2E der Firma Gutjahr. Hierbei ist auf die folienartige Matte eine hochreißfeste Glasgittergewebearmierung aufkaschiert. Alle Stöße sind mit einer Stoßarmierung versehen. Dadurch entsteht ein selbständiger Belagsträger, mit dem sich ein funktionsfähiger Belagsaufbau herstellen lässt – ohne Verbund zum Untergrund. Durch die schwimmende Verlegung wird der Belag vollständig vom Untergrund entkoppelt.

 

Weiterer Vorteil dieses Systems: Die Sanierung kann besonders schnell über die Bühne gehen. „IndorTec 2E lässt sich rund 50 Prozent schneller verlegen als andere Systeme“, so Walter Gutjahr. „Denn die ansonsten üblichen Vorarbeiten entfallen komplett.“

 

Durchgängige Optik

Im Mercedes Autohaus wurden auf den IndorTec 2E-Entkopplungsmatten großformatige Feinsteinzeugfliesen satt in Klebemörtel eingebettet. Aufgrund von Unebenheiten im Untergrund betrug die Schichtdicke zwischen 5 und 10 Millimetern. Bei den großen zusammenhängenden Belagsflächen war es wichtig, dass der Mörtel schnell und vor allem schwindungsfrei erhärtet. Denn dies ist für die Funktionstüchtigkeit des komplett entkoppelten Belagsaufbaus wichtig.

 

Auch der Optik hat die neue Art der Verlegung gut getan. Denn die im Untergrund vorhandenen Bewegungsfugen mussten nicht 1:1 übernommen werden. So entstand eine optisch durchgehende Fläche aus großformatigen Platten, die problemlos Fahrzeuge bis 2,5 Tonnen Gesamtgewicht trägt.

 

Zug-um-Zug-Verlegung

Dank des schnellen und einfachen Systems konnte die Verlegung Zug um Zug durchgeführt werden. Teilbereiche der Ausstellung konnten über den gesamten Zeitraum uneingeschränkt genutzt werden, ohne Staub und ohne Dreck – wie es sich der Bauherr gewünscht hatte.

 

 

http://www.gutjahr.com

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