Über 6.000 RFID-Tags an Bohrmaschinen und Leitern

Im Görlitzer Bombardier Werk unterstützen spezielle Handys die Grundmittel-Prüflogistik

 

Bombardier Transportation in Görlitz ist das erste Großunternehmen, dass über 6.000 mobile Arbeitsmittel mit RFID-Tags und NFC-Handys inventarisiert (Quelle: Bombardier Transportation)

Görlitz. Der Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation nutzt am Standort Görlitz als erstes Großunternehmen eine Logistikinnovation „made in Saxonia“. Im Vorfeld wurden über 6.000 bewegliche Arbeitsmittel wie Leitern, Schweißgeräte und Bohrmaschinen mit RFID-Tags ausgestattet. Die Informationen darauf – z. B. Inventur- und Prüfergebnisse – werden wie ein Barcode mit einem pitcom-Handy ausgelesen und an eine Datenbank übermittelt.

 

 

Als Entwickler innovativer Geschäftsprozesslösungen hat die in Plauen (Westsachsen) ansässige pitcom GmbH eine Software entwickelt, die NFC-fähige Mobiltelefone mit dem RFID-Standard „verheiratet“. Handelsübliche Handys mit spezieller Software-Konfiguration eröffnen beim mobilen Controlling jetzt auch über die Bau- und Sicherheitsbranche (Prämienlohnerfassung bzw. Echtzeitkontrolle) hinaus kostensparende Perspektiven zum Beispiel auch bei Inventurprozessen. Die „magicguard24®“ genannte Innovation zur mobilen Datenerfassung in Echtzeit wurde am Jahresende mit dem Vodafone Enterprise Innovation Award 2011 ausgezeichnet.

 

Bombardier Transportation in Görlitz, mit ca.1.200 Beschäftigten auf dem weiträumigen, rund 339 Hektar großen Gelände vor allem als Hersteller von Doppelstockzügen bekannt, nutzt die Mehrwerthandys inzwischen für die Inventarisierung mobiler Grundmittel. Wurde beispielsweise ein Schweißgerät, Hebezeug oder Druckgefäß turnusgemäß auf seine Zuverlässigkeit hin überprüft, hält der dafür bevollmächtige Wartungsmechaniker nur sein Handy mit NFC-Lesekopf an den RFID-Tag.

 

Sofort werden die fälschungssicheren Echtzeitsignale des Prüfers nach dem Motto „Schweißapparat 047 der Kostenstelle xy um (Uhrzeit) positiv geprüft“ via Mobilfunk in eine Grundmitteldatenbank eingespeist. Hier sind alle ortsveränderlichen Geräte und deren Prüf- und Überwachungsintervalle erfasst. Das System regeneriert automatisch den nächsten Prüftermin und signalisiert diesen mit entsprechender „Vorwarnzeit“ an die Betriebsbereiche. Für Wolfgang Ernst, verantwortlich bei Bombardier in Görlitz für Maschinen und Medien, „optimiert die Kommunikations-Innovation die notwendigen logistischen Abläufe enorm. Zudem“„entsteht eine manipulationssichere Datenbasis – das ist wichtig für die Objektivierung von Rechnungen, die durch Fremdfirmen eingereicht werden“, so der langjährige Mitarbeiter.

 

Für sein System, das sich durch eine universelle Einsatzbreite auszeichnet, hat pitcom (www.pitcom.de) ein Geschäftskonzept für Businesskunden entwickelt. Es fügt die Netzinfrastruktur von Vodafone mit den sogenannten Unkaputtbar-Handys des US-Herstellers SONIM und der eigenen Softwarelösung zusammen. Auf diese Weise lassen sich mobile Informationsprozesse optimieren. Die Bandbreite reicht dabei von der Erfassung von Arbeitszeiten, Tätigkeitsmerkmalen und Ereignissen bis zur Übermittelung von Geo-Koordinaten, (Beweis)fotos und QR-Codes oder Kontrollstellen-ID´s. Zudem unterstützt das System zum Stichwort „flexible Personaldisposition im Feld“ den mobilen Zugriff von Teamleitern auf Dienstpläne und Arbeitsaufgaben ihrer (Außendienst)mitarbeiter. Umgekehrt haben Servicemitarbeiter per magicguard-Handy Zugriff auf Dienst- und Einsatzpläne der Zentrale.

 

 

 

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