Steile Vorlage für Bergregion

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Gleich zwei begehrte Schweizer Solarpreisauszeichnungen gehen an die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG-Innovative Lösung bringt Energieüberschuss

 

Bild: Daniel Martinek | Muottas Muragl/ FOTOGRAFIE St.Moritz - Zürich Architecture Fashion Beauty Stills Reportage www.danielmartinek.ch

Am 10. Oktober wurde von der Solar Agentur Schweiz in Genf im Beisein von Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey der 21. Schweizer Solarpreis verliehen. Seit dem Jahr 2000 werden damit jährlich Persönlichkeiten und Institutionen, Neubauten und Bausanierungen sowie Energieanlagen ausgezeichnet. Unter den diesjährigen Preisträgern ist die Bergbahnen Engadin St. Moritz AG gleich zweimal vertreten: Das Romantik Hotel Muottas Muragl erhielt sowohl den begehrten „Schweizer Solarpreis 2011 in der Kategorie B: Gebäude – Sanierungen“ als auch die weltweit einzige Auszeichnung für Plusenergiebauten, den “PlusEnergieBau® (PEB) Solarpreis 2011“.

 

Dazu Markus Meili, Geschäftsführer der Bergbahnen Engadin St. Moritz AG: „Als wir Ende 2005 beschlossen, dass wir Muottas Muragl fit für die Zukunft machen, wollten wir nicht nur ein aussergewöhnliches architektonisches und betriebliches Ensemble schaffen. Zu solch einem Projekt gehört selbstredend auch der schonende und nachhaltige Umgang mit der Natur, dem Arbeitgeber einer jeder Bergbahn. In fortschreitender Projektphase zeichnete sich dank technologischer Entwicklung auch das ambitiöse Ziel, das erste Plusenergie-Hotel des Alpenraums zu bauen, als immer realistischer ab – und dies auf 2’456 m ü. M.. Wir sind deshalb sehr stolz, dass wir mit unserem Energiekonzept die Jury überzeugen konnten und das Romantik Hotel Muottas Muragl mit diesen beiden Preisen ausgezeichnet wurde.“

 

Fotovoltaik für Bergbahn

Von 88 eingereichten Bewerbungen wurden 14 mit dem begehrten Schweizer Solarpreis in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet. Die Auszeichnung für das Romantik Hotel Muottas Muragl, welches als erstes Plusenergie-Hotel des Alpenraums gilt und über eine Eigenenergieversorgung von 105% verfügt, begründete die Solar Agentur Schweiz u. a. wie folgt: „Das 104-jährige Berghotel Muottas Muragl zeigt, dass hochstehender Hotel-Komfort auch auf 2’456 m ü. M. im PlusEnergieBau-Bereich realisierbar ist.“ Besonders herausgestellt wurde auch, dass „dank der Erweiterung und Sanierung der Gesamtenergiebedarf um 64%, von 436’000 kWh/a auf 157’400 kWh/a reduziert wurde“. Ebenso positiv bewertet wurden die Tatsachen, dass „der bisherige Jahresbedarf von ca. 40’000 Litern Heizöl und der Haushalts- und Betriebsstrom von 36’600 kWh/a jetzt zu 100% durch Solarenergie gedeckt werden sowie dass die CO2-Emission um 144 Tonnen pro Jahr und damit ebenfalls um 100% reduziert werden konnte“.

 

Steckbrief:

 

Die Eckwerte des Gesamterneuerungs-Projektes Hotel MuottasMuragl

Bauherr: Bergbahnen ENGADIN St. Moritz AG, St. MoritzBaujahr: 2009 – 2010Konzeption, Architektur und Gesamtplanung: Fanzun AG, dipl. Architekten+Ingenieure, Chur/Engadin/ZürichBaukosten: CHF 20 Mio.Umbauzeit: 10 Monate

 

  • Der Berg und die Photovoltaikanlagen produzieren in der Jahresbilanz mehr Energie als das Romantik Hotel MuottasMuragl benötigt.
  • Sonnenkollektoren produzieren Solarwärme für Warmwasser und Heizung.
  • Überschüssig erzeugte Wärmeenergie wird im Erdsondenfeld gespeichert und später wieder über eine Wärmepumpe nutzbar gemacht.
  • Der Energiebedarf des Hotelgebäudes wird zu 100% durch Solarenergie gedeckt, die bisherigen Emissionen von 144 Tonnen CO2 / Jahr werden vollständig vermieden
  • Energieversorgung basiert auf der Nutzung von 5 Energiestufen:

Stufe 1: Abwärme aus Bahnbetrieb und Kälteerzeugung für Küche und Lager (20°C bis 40°C)

Stufe 2: Solarwärme aus 84 m² flache Sonnenkollektoren  (30 bis 80°C) auf der Bergbahnstation

Stufe 3: Solarwärme aus 56 m² Röhren-Sonnenkollektoren  (35°C bis 100°C) vor den Fenstern des Sockelgeschosses

Stufe 4: Erdwärme aus Erdsondenfeld mit 16 Erdsonden à 200m Tiefe und eine Wärmepumpe (25°C bis 50°C)

Stufe 5: Stromerzeugung mittels 455m2 Photovoltaik-Modulen zur Deckung des Eigenbedarfs und Einspeisung in das öffentliche Versorgungsnetz

 

http://www.fanzun.ch

www.muottasmuragl.ch

 

http://www.solaragentur.ch/


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