Metalle gezielt separieren

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Ein Zürcher Entwicklungszentrum möchte international Massstäbe setzen




Bild: ZAR- FS-Sortieranlage-

In den letzten Jahren wurden in der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) beachtliche Fortschritte in der Rückgewinnung von wertvollen Metallen erzielt. Doch das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft. Mit der Gründung eines Entwicklungszentrums setzen sich die drei Partner Baudirektion Kanton Zürich, KEZO und VBSA neue, ehrgeizige Ziele im Dienst von Umwelt und Wirtschaft. Damit Kehricht je länger je mehr vom Abfall zur Quelle wertvoller Rohstoffe wird.


Wertvolle Rohstoffe aus Abfall – Partnerschaft von Kanton und Kehrichtverwertern



In der Schweiz werden durch das separate Sammeln von Abfällen viele Wertstoffe gezielt der Wiederverwertung zugeführt oder ein weiteres Mal als Rohstoffe genutzt. Der brennbare Siedlungsabfall, aber auch die Abfälle aus Industrie und Gewerbe, die in die Kehrichtverbrennungsanlagen gelangen, werden dort genutzt, um Fernwärme und Strom zu erzeugen.


Bei der Verwertung von Stoffen aus den Verbrennungsrückständen wurden in den letzten Jahren in der Schweiz beachtliche Fortschritte erzielt. So werden vielerorts Eisen und auch Nichteisenmetalle aus der Kehrichtschlacke zurückgewonnen. In der Kehrichtverwertungsanlage KEZO in Hinwil wurden dafür in den letzten vier Jahren neue Technologien eingesetzt. In Fachkreisen fand die Art der Rückgewinnung von Eisen, Aluminium, Kupfer, Chromstahl und weiteren Metallen durch die KEZO in Hinwil grosse Beachtung.


Fachleute orten noch erhebliches Potenzial – auch für die nachsorgefreie Ablagerung Gemäss einer gemeinsamen Einschätzung des Amts für Abfall, Wasser, Energie und Luft des Kantons Zürich (AWEL), der KEZO und einer Reihe von Experten ist das Potential der Wertstoffgewinnung jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. Wird der ganze Behandlungsprozess integral betrachtet und werden zur Problemlösung unkonventionelle Mittel und Behandlungsprozesse eingesetzt, sollten neben weiteren metallischen Wertstoffen auch mineralische Rohstoffe wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Zudem ist die Behandlung der Verbrennungsrückstände noch nicht so weit entwickelt, dass die heute noch nicht verwertbaren Rückstände nachsorgefrei deponiert werden können.


Rückgewinnung wird auch wirtschaftlich immer interessanter


Um die Wertstoffgewinnung und die Rückstandsbehandlung in der Praxis weiter zu entwickeln, haben die Baudirektion des Kantons Zürich zusammen mit der KEZO und dem Verband der Betriebsleiter und Betreiber Schweizerischer Abfallbehandlungsanlagen (VBSA) die Stiftung Zentrum für nachhaltige Abfall- und Ressourcennutzung ZAR gegründet. Sie erwarten vom ZAR in den nächsten Jahren wesentliche Impulse zur vermehrten Ressourcennutzung aus thermischen Abfallbehandlungsanlagen im In-und Ausland. Der grosse Vorteil der in der KEZO zur Praxisreife entwickelten Verfahren besteht darin, dass bestehende Anlagen mit verhältnismässig geringem Aufwand nachgerüstet werden können. Kommt dazu, dass der Ressourcengewinn wirtschaftlich interessant ist. Denn die Rückstände in der Kehrichtschlacke werden durch die Verknappung von Rohstoffen auf dem Weltmarkt immer wertvoller.


www.zar-ch.ch




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