Landmaschinen online konfigurieren

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Präsentation des Produktkonfigurators für interessierte Händler am Pöttinger Tag (v.l. Mag. Andreas Hauser, Mag. Renate Neulinger der Fa. Pöttinger).

Die FH OÖ arbeitet gemeinsam mit der Firma Pöttinger an dem Projekt ASC – Adaptive Supply Chain. Dabei geht es um die Schaffung eines durchgängigen, transparenten und adaptiven Wertschöpfungsnetzwerkes mit vorgelagerten Lieferanten und nachgelagerten Händlern sowie Endkunden. Die neueste Entwicklung ist ein Produktkonfigurator, mit welchem der Endkunde gemeinsam mit dem Händler sein Wunschprodukt – in diesem Fall eine Landmaschine – unter bestimmten Kriterien online definiert. Diese Neuheit wurde kürzlich interessierten Händlern präsentiert.

 

 

 

Mit dem neuen Produktkonfigurator können Kunden eine komplette Landmaschine online zusammenstellen. Vorteile des Produktkonfigurators sind Zeit- und Ressourcenersparnis. Zum Beispiel erfolgt die Angebotslegung schneller, technisch nicht herstellbare Maschinen werden von vorneherein ausgeschlossen und es ist nur eine einmalige Datenerfassung notwendig. Zudem werden erstmals relevante logistische Merkmale berücksichtigt wie etwa die Wiederbeschaffungszeit der Lieferanten oder bereits bestelltes Material. Logistisch ungünstige Varianten können ebenfalls aufgezeigt werden. Dazu gehören Produktvarianten, die besonders hohe Kapazität an Engpassmaschinen binden oder Varianten, die zur Herstellung Material aus mehreren Werken benötigen und somit die Durchlaufzeit erhöhen. Mit diesen zusätzlichen Funktionen hebt sich der neue Produktkonfigurator deutlich von anderen am Markt ab. Dies ist ein wesentlicher Meilenstein zur Verbesserung des Informationsflusses.

 

Verbesserte Kundenbetreuung der Firma Pöttinger durch Produktkonfigurator

Durch die Anbindung des Produktkonfigurators an das bestehende ERP-System können Produktvarianten herausgefiltert werden, welche die Komplexität im Material- und Infofluss erhöhen. Aufgrund dessen kann die Firma Pöttinger den Kunden bereits im Konfigurationsstadium auf eventuell längere Lieferzeiten aufmerksam machen. Der gleichzeitige Hinweis auf lagernde Produkte im Produktkonfigurator eröffnet dem Kunden zusätzlich die Möglichkeit, auf ein ähnliches, preisgünstigeres oder rascher verfügbares Produkt auszuweichen.

Der entwickelte Produktkonfigurator trägt somit mit jeder zusätzlichen Konfiguration zu einem gesteigerten wechselseitigen Verständnis zwischen Vertrieb und Logistik bei. Die Vertriebsmitarbeiter entwickeln ein Gespür für Produkte, die gut bzw. weniger gut in den existierenden Logistikprozessen realisiert werden können. Die Logistikabteilung wiederum kann bei der Neukonzeption und Umgestaltung der Prozesse auf die Bedürfnisse des Vertriebes verstärkt Rücksicht nehmen.

Vertrieb und Logistik ziehen somit an einem gemeinsamen Strang und tragen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Firma Pöttinger bei.

Der Produktkonfigurator wurde mit Händlern in verschiedenen Ländern bereits getestet und verfeinert und ist ab Herbst für alle Händler verfügbar.

 

 

Das Projekt ASC an der Fachhochschule OÖ Campus Steyr wird im Rahmen der Initiative AGTIL – Adaptive Gestaltung der Wertschöpfung durch die Verknüpfung von Technologie, Industriesoziologie und Logistik – (Laufzeit bis Ende 2013) vom Land OÖ gefördert.

 


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