„Power-to-Gas“ Forschungsroadmap soll Potentiale aufzeigen

BMVIT erstellt Forschungsroadmap „Power-to-Gas“ zur Verwertung von Überschussstrom aus Windkraft und Photovoltaik

Die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wasser, Sonne, Wind und Erdwärme bringt zahlreiche Vorteile: nahezu emissionsfreie Strom- und Wärmegewinnung mit regional verfügbaren, kostenlosen Ressourcen, die sowohl zu hoher Luftqualität und zu effizientem Klimaschutz als auch zu vermehrten Einkommens- und Arbeitsmöglichkeiten im Inland beitragen. Das schwankende Angebot mancher erneuerbarer Energien stellt aber auch eine Herausforderung für die Stromnetze dar. „In meinem Ressort wird derzeit an einer Forschungs-, Technologie- und Innovationsroadmap zum Themenbereich „Power-to-Gas“ zur Speicherung von Überschussenergien aus Windkraft und Photovoltaik im österreichischen Gasnetz gearbeitet“, betont Bundesministerin Doris Bures.

Da durch die zunehmende Nutzung von Wind und Sonne zur Stromgewinnung wetterbedingt auch Überschüsse bei der Stromproduktion entstehen, für die derzeit zu wenig Speichermöglichkeiten zur Verfügung stehen, hat der KLlEN (Klima- und Energiefonds) ein Forschungsprojekt im Bereich „Power-to-Gas“ ( http://oesterreich.orf.at/stories/2643435/) genehmigt.

Speicherung überschüssiger Energie im Gasnetz

Unter „Power to Gas“ werden Technologien und Systeme verstanden, bei denen mit Hilfe elektrischer Energie gasförmige Energieträger erzeugt werden. Dabei soll mit Überschussstrom aus Wasser in Elektrolysen Wasserstoff erzeugt werden und aus Wasserstoff und Kohlenstoffdioxyd (CO2) das Gas Methan (synthetisches Erdgas) gewonnen werden. Die gasförmigen Energieträger Wasserstoff (H2) und Methan (CH4) können in das bestehende Gasnetz eingeleitet werden und auch in Gasspeichern gespeichert werden. Somit kann bei entsprechend positiven Forschungsergebnissen das bestehende Gasnetz genutzt und überschüssige Energie im Gasnetz gespeichert werden.

Innovationsministerin Doris Bures: „In Forschung und Entwicklung zu investieren, heißt in die Zukunft zu investieren. Österreich ist in der Energieforschung bereits heute in vielen Bereichen international führend, heimische Technologien werden weltweit nachgefragt. Unser Förderschwerpunkt „Energieforschung“ befasst sich mit Fragestellungen, die für die Integration von emissionsarmen erneuerbaren Energien relevant sind, um die vielfältigen Herausforderungen bestmöglich zu meistern und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Österreichs und zu mehr Arbeitsplätzen beizutragen.“

Bures begrüßt das Forschungsprojekt „Underground Sun Storage“, das unter Leitung der RAG (Rohöhl-Aufsuchungs Aktiengesellschaft) gemeinsam mit Montanuniversität Leoben, Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien, Energieinstitut an der Johannes Kepler (JK) Universität Linz, Verbund und Axiom Angewandte Prozesstechnik GmbH die unterirdische Speicherung von (mit Überschussstrom aus Sonnen- und Windkraft gewinnbarem) Wasserstoff beziehungsweise Methan in einem ehemaligen Gaslager beforscht.

Die Forschungs-, Technologie- und Innovations- (FTI-) Roadmap „Power-to-Gas“

Die FTI-Roadmap befasst sich mit den zentralen Herausforderungen, Problemstellungen, Chancen und Potentialen in der Weiterentwicklung der Power-to-Gas-Technologien und entwickelt eine Vision für die Technologien und das Power-to-Gas-System für Österreich bis 2030 aus technologischer Sicht und aus der Perspektive des gesamten Energiesystems. Die FTI-Roadmap „Power-to-Gas“ wird vor dem Sommer fertig gestellt und erfasst den Status quo und die Einsatzmöglichkeiten von Power-to-Gas auch im Mobilitätsbereich, als Ergänzung zur Elektromobilität und zu Biotreibstoffen.

http://www.bmvit.gv.at/

 

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