Projekte im Wettbewerb Sozialverantwortlicher Tourismus im Wettbewerb

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Zahl der Einreichungen beim Internationalen Wettbewerb Sozialverantwortlicher Tourismus wächst weiter, besonders überzeugende Projekte aus Südamerika und Afrika

ITB Berlin 2016
– Southern Africa on Show –
ITB Berlin 2016
– Southern Africa on Show –

Die Zahl der teilnehmenden Tourismusprojekte hat mit dem aktuellen Jahrgang einen neuen Höchststand erreicht: 34 Anmeldungen aus 22 Ländern waren bis zum Stichtag 31.08.2017 beim Studienkreis für Tourismus und Entwicklung eingegangen. Der weit überwiegende Teil davon stammt aus Entwicklungs- und Schwellenländern, die vorbildliche und nachahmenswerte Initiativen für einen sozialverantwortlichen Tourismus ins Leben gerufen haben. Die drei Preise für die überzeugendsten Projekte gehen in diesem Jahr zweimal nach Ecuador und einmal nach Südafrika.

Alle drei Projekte erfüllen in herausragender Weise das Hauptkriterium des TO DO!, die Partizipation der einheimischen Bevölkerung bei der Planung und Realisierung touristischer Projekte. Die Vorhaben schaffen damit alternative Einkommensquellen und stärken das Selbstbewusstsein der einheimischen Bevölkerung.

Eine 13-köpfige Jury hatte die drei Projekte zunächst für den TO DO! 2018 nominiert. Im Anschluss daran hatte der Studienkreis ExpertInnen vor Ort entsandt, um die Projekte zu begutachten. Alle drei Prüfungen verliefen durchweg positiv, sodass den folgenden Projekten am 8. März 2018 im Rahmen der ITB in Berlin die gleichwertigen Preise überreicht werden:

Preisträger »Tren Ecuador« (Ecuador)
Das staatliche Unternehmen bietet seit 2010 eine viertägige „Schienen-Kreuzfahrt“ zwischen Guayaquil und Quito mit dem Ziel an, die lokalen Gemeinden entlang der Reisestrecke mit einzubeziehen und zu stärken. Das Konzept beinhaltet die Begegnung mit lokalen Kulturen – zum Beispiel in Cafés, Kunsthandwerkermärkten, Museen, etc. Insgesamt konnten damit über 5.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. 180 Kleinstunternehmen stehen unter Vertrag und arbeiten nach den Richtlinien von „fair trade“ – inklusive umfassender Beratung und Training.

Preisträger »!Khwa ttu« (Südafrika)
Ziel der Organisation sind die Wiederherstellung und der Erhalt der San-Kultur, deren Lebensräume in den Ländern des südlichen Afrikas liegen. Sie verfolgt dabei drei Schwerpunkte: Zum einen fungiert sie als Restaurant mit diversen Übernachtungsmöglichkeiten als touristischer Anbieter.
Zum anderen ist sie ein Berufsausbildungszentrum für junge San, um ihnen – nach Entwurzelung und Vertreibung – eine berufliche Perspektive zu bieten. Dritter Schwerpunkt sind der Einsatz für nachhaltige Naturprojekte und die Förderung kultureller Maßnahmen für den Erhalt der San-Kultur.

Preisträger »Maquipucuna« (Ecuador)
Das Projekt fördert den Schutz der Biodiversität durch behutsame Entwicklung und Ökotourismus. Im Rahmen des Vorhabens wurden dazu beispielsweise ein Naturschutzgebiet ausgewiesen, eine Eco-Lodge mit touristischen Aktivitäten aufgebaut und Jugendliche durch Ausbildungsprogramme in Umweltthemen geschult. Das Projekt befähigt zudem Gemeinden, eigene Ökotourismus- und Naturschutzprojekte zu errichten. So konnten durch Bio-Landwirtschaft und die faire Produktion von Lebensmitteln wirtschaftliche Alternativen für die lokale Bevölkerung entwickelt werden.

Die TO DO! 2018 Preisverleihung findet am Donnerstag, 8. März 2018 um 16:30 Uhr im Palais am Funkturm auf dem ITB-Gelände statt. VertreterInnen aller Projekte sind anwesend und nehmen die Ehrungen entgegen. Die Festrede hält Prof. Dr. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der UNESCO-Kommission. Nach der Preisverleihung laden wir zu einem Imbiss mit regionalen Köstlichkeiten der Gewinnerregionen ein. Es besteht die Möglichkeit Interviews mit den Preisträgern zu führen.

Der TO DO! Internationaler Wettbewerb sozialverantwortlicher Tourismus wird jährlich vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung e. V. ausgeschrieben und organisiert. Unterstützt wird er vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, dem forum anders reisen e. V., der ITB Berlin, Studiosus Reisen München sowie der Schweizerischen Stiftung für Solidarität im Tourismus, die auch die Preisgelder zur Verfügung stellt.

Der Studienkreis für Tourismus und Entwicklung beschäftigt sich mit entwicklungsbezogener Informations- und Bildungsarbeit im Tourismus. In diesem Zusammenhang gibt er Publikationen heraus, führt internatio­nale Wettbewerbe durch, veranstaltet Aus- und Fortbildungsseminare für im Tourismus Beschäftigte, ist in den Bereichen Tourismusforschung und -beratung tätig und beteiligt sich am Dialog über Fragen touristi­scher Entwicklung.

http://www.studienkreis.org

https://www.itb-berlin.de


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