Soziale Wärmewende, geht das?

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Vom 26. bis 28. November 2024 trafen sich auf der HEAT EXPO in Dortmund Unternehmen, Fachbesucher, Verbände und Wissenschaft und thematisierten die Wärmeversorgung der Zukunft. Am zweiten Messetag diskutierten auf dem KLIMA.FORUM zentrale Akteure über Aspekte der sozialen Wärmewende.

Wie gelingt die Wärmewende vor Ort technisch, planerisch und vor allem, wie kann sie sozial gestaltet werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen KLIMA.FORUM unterwegs, das der KlimaDiskurs.NRW im Rahmen der HEATEXPO in Dortmund ausrichtete. Aus Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten die Teilnehmer, welche Wege zu einer sozial gerechten und gesellschaftlich tragfähigen Wärmewende geeignet sein könnten. Ein besonderes High- light war das Grußwort von Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Wärmewende gilt als entscheidender Baustein für die Einhaltung der Klimaziele. Zugleich stellt sie Städte und Gemeinden vor große Herausforderungen: Investitionen müssen gestemmt, Infrastruktur modernisiert, Beteiligung organisiert und soziale Härten vermieden werden. Gerade die soziale Dimension entscheidet darüber, ob die Wärmewende gesellschaftlich akzeptiert und erfolgreich umgesetzt werden kann. In den kommenden Jahren müssen dahingehend viele Herausforderungen gemeistert werden. „Die Wärmewende ist kein Sprint, sondern ein Marathon“, so Philipp Hoicke, Mitglied des Vorstands des KlimaDiskurs.NRW, in seiner Begrüßung.

( Bild: KlimaDiskurs.NRW // Alexandra Kowitzke)

In ihrer Grußbotschaft betonte Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Die Wärmewende leistet einen wichtigen Beitrag, um uns unabhängig von fossilen Importen zu machen. Damit stärken wir unsere Resilienz und machen uns zukunftsfest. Wir investieren in die Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Damit die Wende gelingt, muss sie sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden. Als Landesre- gierung stehen wir allen Beteiligten als verlässliche Partnerin zur Seite und treiben die Wärmewende mit vielen konkreten Angeboten voran. Zusammenhalten, anpacken, vorangehen. So wird die Wärmewende eine Erfolgsgeschichte!“ In dem breit aufgestellten Panel diskutierten Dr. Theresa Eckermann (Leiterin des Umweltamtes der Stadt Dortmund), Dr. Stefan Thomas (Abteilungsleiter Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik, Wuppertal Institut), Alexander Rychter (Vorstand, Verbandsdirektor, VdW Rheinland-Westfalen) und André Juffern (Bereichsleiter Energie, Verbraucherzentrale NRW), wie Wärmewende vor Ort gelingen kann. In der Paneldiskussion wurde unter anderem deutlich, dass vor allem mehr regulatorische und politische Klar- heit und Stringenz erforderlich seien. Zudem müsse die Kommunikation bei der Beteiligung der BürgerInnen zielgruppenge- rechter sowie zwischen den Akteuren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft intensiviert werden.

Brick Medak, Geschäftsführer KlimaDiskurs.NRW, resümierte: „Mit einer überzeugenden Antwort auf die soziale Frage steht und fällt der Erfolg der Wärmewende, aber auch insgesamt beim Klimaschutz. Unsere Veranstaltung hat nochmals gezeigt, nur wenn alle Akteure mitgenommen werden, wird auch die Energiewende gelingen.”

https://klimadiskurs-nrw.de/

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