Hackathon im Bauwesen erfolgreich beendet

Nach zwanzig Jahren fand die Internationale Konferenz und Hackathon zur Robotik und Automatisierung im Bauwesen wieder in Berlin statt.

Das „Internationale Symposium Automation and Robotics in Construction“ (ISARC) findet seit 1984 jährlich statt und ist weltweit die Größte wissenschaftliche Veranstaltung zur Automatisierung und Robotik im Bauwesen, so der Veranstalter. Nach 20 Jahren wurde wieder einmal Deutschland mit Berlin als Austragungsort der 35. Veranstaltung gewählt. Vom 20. bis 25. Juli 2018 kamen insgesamt 490 internationale Teilnehmer, Studenten und Doktoranten aus 36 Nationen zusammen. Es wurden aktuelle Forschungsergebnisse und praxisrelevante Innovation vorgestellt. Den Auftakt machte ein dreitägiger Hackathon mit mehr als 190 Teilnehmern, die in Teams zusammen mit Industriepartnern Prototypen als digitale Lösungen entwickelten. Die Spannbreite reichte von der Integration von IoT-Systemen über intelligentes parametrisches Design, Anwendung von Virtual und Augmented Reality bis hin zum 3D-Druck.

Neben der Robotik für den direkten Einsatz auf der Baustelle steht die Erfassung und Verarbeitung von Informationen im Fokus , erläutert Markus König, Ruhr-Universität Bochum. Durch BIM wurde in den letzten Jahren eine wichtige Grundlage geschaffen, welche die Bauwirtschaft von der Architektur über die TGA und bis hin zur Bauausführung und den Betrieb grundlegend verändert. Dies zeigt sich auch in aktuellen BIM Pilotprojekten des Bundesamts für Bauwesen und Raumordnung (BBR), welche die Ruhr-Universität zusammen mit anderen Partnern wissenschaftlich begleiten.

Jochen Teizer, Mitorganisator des Hackathon und der ISARC 2018 stellt das Projekt mit der Ed. Züblin AG vor.

Auch wenn nationale und internationale BIM Standards (z.B. VDI 2552 Richtlinien) aktuell noch in der Entwicklung sind, ist doch zu erkennen, dass sich die digitale Zusammenarbeit unter Verwendung von offen Schnittstellen (z.B. IFC: Industry Foundation Classes – ein offener Standard im Bauwesen zum Datenaustausch von Gebäudemodellen) immer besser unterstützt wird. Problematisch ist aktuell noch etwas die direkte Weiterbearbeitung von Gebäudemodellen, jedoch sind hierzu auch schon verschiedene Entwicklungen gestartet worden, beschreibt König den Trend. Ebenso sind Augmented Reality (AR) Anwendungen heute bereits bei Wartung, Montage, und Monitoring der Prozessabläufe, beispielsweise in der TGA Branche, hilfreich. Mit der virtuellen Realität „ließe sich auch die Arbeitssicherheit auf Baustellen erhöhen, dabei auch in der Schulung von Bauarbeitern“, so Jochen Teizer, Mitorganisator des Hackathon und der ISARC 2018. In einem gemeinsamen Projekt mit der Ed. Züblin AG unterstützen VR-Brillen virtuelle Risikoanalysen in der Planungsphase und erhöhen somit die Baustellensicherheit.

 

https://isarc2018.blogs.ruhr-uni-bochum.de

 

 

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