Marode Brücken: Bauindustrie fordert jetzt eine Task-Force

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Brückenkollaps verhindern: Der Hauptverband der Bauindustrie fordert jetzt eine Task-Force aus Politik, Auftraggebern und Praxis, um gemeinsam einem drohenden Brücken- kollaps vorzugreifen. Denn: Laut Bericht des Bundesverkehrs-ministeriums erhalten mehr als 10 Prozent der gesamten Brückenfläche (31,08 Millionen Quadratmeter) die Note „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ (Brückenbericht 2020). Diese Zahl hat sich seit 2005 nur um wenige Punkte verbessert.

Bestes Beispiel ist die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid (NRW). Sie kann nie wieder befahren werden und wird abgerissen. Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Für mindestens fünf Jahre soll diese Verkehrsachse unter- brochen sein.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE: „Deutschland steht vor einem Brückenkollaps. Der Abriss der maroden Brücke bei Lüdenscheid ist neben Wiesbaden und Berlin-Treptow ein weiteres Beispiel für ein bundesweites Verkehrs- desaster. Jetzt geht es darum, schnell alle möglichen Kapazitäten, Kräfte und Know-how zu bündeln, um koordiniert und zügig Herr der Lage zu werden.“

Weder die Autobahn GmbH noch die Bundesländer sollten jetzt allein vorangehen. Bei der Herausforderung handele es sich vielmehr um eine Generationenaufgabe, insbesondere, wenn man den maroden Zustand der Brücken auf Landes- und kommunaler Ebene hinzuzieht. Gleiches gilt auch für die Schiene, so Müller.

„Wir brauchen deshalb eine gemeinsame Runde mit einem kompetenten Team aus Auftraggebern, Planern und Bauindustrie, um gemeinsam planerische- und Ingenieurtechnische Lösungen zu identifizieren und umzusetzen. Die Politik muss den Genehmigungsweg freimachen, damit langwierige Verfahren vermieden sowie die Mobilität und der Güterverkehr in Deutschland sichergestellt werden können, so Müller weiter.“

 


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