Konferenz Klimabündnis diskutiert Lösungen zur Wärmewende

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Wärmewende, Klimaanpassung und Finanzierung – Zur fünften Konferenz mit ca. 120 Teilnehmern trafen sich Verantwortliche von Stadtwerken, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften im Potsdam-Museum – Forum für Kunst und Geschichte.

Gesprächsrunde: Auf dem Weg zur Klimaneutralität (v.l.nr.) Moderation: Christian Huttenloher, Generalsekretär Deutscher Verband für Wohnungswesen (DV e.V.), Matthias<br />
Brauner, BBU Verband Berlin - Brandenburg- ischer Wohnungs- unternehmen e.V. (BBU) Landesge-schäftsstelle Potsdam (LGS), Detlef Tabbert Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL), Thoralf Uebach Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)
Gesprächsrunde: Auf dem Weg zur Klimaneutralität (v.l.nr.) Moderation: Christian Huttenloher, Generalsekretär Deutscher Verband für Wohnungswesen (DV e.V.), Matthias Brauner, BBU Verband Berlin – Brandenburg- ischer Wohnungs- unternehmen e.V. (BBU) Landesge-schäftsstelle Potsdam (LGS), Detlef Tabbert Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg (MIL), Thoralf Uebach Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. (VKU)

Bauminister Detlef Tabbert eröffnete am 11. Februar 2026  mit den Bündnispartnern BBU und VKU die Jahreskonferenz 2026 des Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg. Das  Thema „Wärmewende und Klimaanpassung finanzierbar machen: lokal, vernetzt und effizient“ stand im Fokus der Tagung. Der Schlüssel für die erfolgreiche Wärmewende und Klimaanpassung sei die Vernetzung und der Austausch der Akteure in Kommunen, in der Wohnungswirtschaft und bei den kommunalen Versorgern. Dies steigere die Effizienz und könne  Kosten senken. 

In den Programmpunkten beschrieb Prof. Dr. Bernd Hirschl, BTU Cottbus-Senftenberg/IÖW gGmbH in seiner Keynote die Notwendigkeiten zur Finanzierung der Transformation im Gebäudesektor, deren Grundlagen, Herausforderungen und Lösungsansätze. Neue Bundesförderungen zur energetischen Stadtsanierung und Infrastruktur stellte Axel Papendieck, KfW vor. Philipp Reiß, Co- Projektleiter der Agentur für kommunalen Klimaschutz am Deutschen Institut für Urbanistik, zeigte Werkzeuge wie Klimaschutz und -anpassung trotz knapper kommunaler Kassen funktionieren kann.

Die Möglichkleiten eines eigenkapitalersetzenden Darlehens Fremdkapital zur off-balance-Finanzierung und Innenfinanzierung verdeutlichte Matthias Lux, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Halle GmbH

Wärmedämmung mit Augenmaß, rät Tabbert

Minister Detlef Tabbert: „Wärmewende und kommunale Wärmeplanung sind aktuell für die Kommunen im Land eine große Herausforderung. Aber es ist wichtig, dass bei aller Unterschiedlichkeit der Voraussetzungen vor Ort nicht jede Kommune das Rad neu erfinden muss. Kooperation und Abstimmung sind entscheidend, deshalb finde ich die heutige Fachkonferenz des Klimabündnisses Stadtentwicklung so wichtig. Städte und Gemeinden setzen die Wärmeplanung eigenverantwortlich um. Ich freue mich, dass die Brandenburger Gemeinden hier bereits ein solides Fachwissen aufgebaut haben und über das erforderliche Know-how verfügen, um die Wärmeplanung fristgerecht fertigzustellen – für die meisten heißt das bis Mitte 2028. Als Land lassen wir sie dabei nicht allein, sondern wir erstatten den Kommunen aus Bundesmitteln in Höhe von rund drei Millionen Euro pro Jahr die mit der Wärmeplanung verbundenen finanziellen Mehrbelastungen.“

Thoralf Uebach, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. (VKU): „Die kommunalen Energieversorger Brandenburgs stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen. Sie investieren vor Ort, sichern Arbeitsplätze und halten die Energieversorgung stabil. Planungssicherheit entsteht nicht durch Ankündigungen, sondern durch rechtzeitig verabschiedete und langfristig tragfähige Gesetze. So braucht es etwa beim Gebäudeenergiegesetz (GEG) so schnell wie möglich Klarheit: Nur wenn alle klimaneutralen Wärme- und Heiztechnologien gleichberechtigt möglich bleiben, können Kommunen wirtschaftlich sinnvolle Wärmepläne entwickeln. Auch die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) – als Rückgrat der Energiewende – muss dringend bis 2038 verlängert werden. In seiner jetzigen Form bietet das Gesetz keine verlässliche Investitionsgrundlage mehr. Im Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg bündeln MIL, BBU und VKU ihre Kräfte auch für die Erreichung der notwendigen Rahmenbedingungen seitens des Bundes: für eine erfolgreiche und effiziente Wärmewende für Brandenburg.“

Klimabündnis Stadtentwicklung

Inzwischen verlängert wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen den Bündnispartnern MIL, BBU und VKU. Sie gilt seit dem 1. Januar 2026 für weitere fünf Jahre bis Ende 2030. Zuvor war sie bis Ende 2025 befristet gewesen. Durch die Verlängerung bekräftigen die Bündnispartner die gemeinsame Zielsetzung, die Brandenburger Kommunen bei Anstrengungen zur Wärmewende und Klimafolgenanpassung weiterhin zu unterstützen.

Mit ihrem Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg wollen das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V. (BBU) und die Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. (VKU) die Brandenburger Kommunen ansprechen und den Klimaschutz, insbesondere die Wärmewende, und die Klimafolgenanpassung vor Ort vorantreiben. Zu diesem Zweck finden unter anderem seit 2022 „Klimareisen“ des Bündnisses zu beispielgebenden Projekten und Vorhaben im Land Brandenburg statt.

Landeswettbewerb CO2-neutrales Quartier

Im Landeswettbewerb „CO2-neutrales Quartier“ des Klimabündnisses Stadtentwicklung werden seit 2023 im zweijährigen Rhythmus Praxisbeispiele ausgezeichnet. Gewürdigt werden dabei sowohl praxisorientierte Konzepte als auch konkrete bauliche Projekte, die derzeit umgesetzt werden oder bereits abgeschlossen sind. Solche Best-Practice-Beispiele sollen weitere Kommunen ermutigen, neue Wege zu beschreiten, beispielsweise bei der Energieversorgung, bei der Gestaltung zukunftsfähigen Wohnens oder bei Kooperationsformen.

Ziele des Klimabündnis:

Die Kommunen in Deutschland stehen vor den Scherben der Politik zur Wärmewende, sollen aber trotzdem die Wärmepläne bis Mitte 2028 fristgerecht erstellen und umsetzen. Diese Pläne sind Teil der „Wärmewende“ und sollen die kommunale Wärmeversorgung auf klimaneutrale und effiziente Weise ausrichten.

Auf den Punkt: Unterschiedliche lokale Voraussetzungen verlangen andere Ansätze
Jede Kommune hat individuelle Gegebenheiten (Infrastruktur, Bevölkerungsdichte, bestehende Heizsysteme), was eine standardisierte Lösung erschwert. Die fachliche Komplexität zur Erstellung von Wärmeplänen erfordert spezialisiertes Know-how in Bereichen wie Energieeffizienz, Wärmeversorgungssystemen und Klimaschutz. Die finanzielle Belastung zur Wärmewende der Kommunen, soll allein im Geschoßwohnungsbau bei 5 Mrd.€ liegen. Wie die Kosten umgelegt werden können, bleibt offen. Experimentelle Modelle seien derzeit in Prüfung.

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