TU Wien präsentiert neue Technologien in Hannover

Grüne Lösungen für die Industrie

Wie sieht die die „Bio-Raffinerie von morgen“ aus? Welche neuen Materialien und welches Oberflächendesign sorgen für mehr Ressourceneffizienz? Welche Vorteile bieten ihre revolutionären Testverfahren für Lebensmittel? Antworten erhalten die Besucher auf der HANNOVER MESSE (7.-11. April 2014). In Halle 6, Stand J10 beantwortet die TU Wien Fragen der Industrie.

TU-Know-How ermöglicht effizienten und wirtschaftlichen Einsatz von Biogas in Erdgasnetzen und Gasfahrzeugen.

TU-Know-How ermöglicht effizienten und wirtschaftlichen Einsatz von Biogas in Erdgasnetzen und Gasfahrzeugen.

Auf der größten Industriemesse der Welt stellt die Technische Universität Wien in diesem Jahr gleich mehrere technische Innovationen vor: Gentechnologische Schnelltests für Wasser und Lebensmittel, 3D-Drucker für neue Materialien, maßgeschneidertes Oberflächendesign und ein neues Sinter-Verfahren zur Herstellung von Metallbauteilen werden präsentiert. Außerdem zeigt die TU Wien, wie man Nützliches aus scheinbar Wertlosem erzeugt: Aus Abwasser können in biotechnologischen Prozessen hochpreisige Wertstoffe gewonnen werden und aus gewöhnlichem Biogas entsteht durch Entschwefelung Bio-Erdgas in höchster Qualität.

 

Wertvolles aus Abfall – Im Bereich der Aufbereitung ist die TU Wien seit vielen Jahren führend
Lästige Abfälle werden zu wertvollen Energieträgern: Bereits heute kann aus Bioabfällen hochqualitatives brennbares Gas gewonnen werden. Auf der Hannover Messe werden neue Methoden der Biogasaufbereitung und Entschwefelung präsentiert. Daneben zeigt die TU ein neuartiges Konzentrationsverfahren für Fruchtsäfte, Zucker oder Milchsäure

Die TU Wien stellt in Hannover erstmals vor, wie sich aus industriellen Abwässern und Abfällen, die organisches Material enthalten, wertvolle Stoffe gewinnen lassen – etwa Biokunststoffe und Carotinoide. Diese werden unter anderem in der Nahrungsmittelindustrie und der pharmazeutischen Industrie benötigt. Komplizierte biotechnische Prozesse sind nun soweit erforscht, dass einfach handhabbare Verfahren für die Herstellung dieser zum Teil hochpreisigen Wertstoffe realisiert werden können. Damit zeigt die TU Wien, wie durch Reduzierung von Abfall und Ökologisierung industrieller Prozesse die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden kann.

Schnelltests für sichere Nahrung und sauberes Wasser
Mikroorganismen, Allergene, fäkale Verunreinigungen – es gibt viele Inhaltsstoffe, die wir in Nahrungsmitteln oder in Wasser sicher nicht vorfinden möchten. Mit DNA-basierten Verfahren gelingt es an der TU Wien, präzise und maßgeschneiderte Schnelltests für eine Vielzahl an Substanzen zu entwickeln. Diese Tests sind kostengünstig und einfach. Anstatt Proben ins Labor einzuschicken, kann man ganz einfach selbst testen. Unter anderem wird der erste praxiserprobte Schnelltest für Allergene vorgestellt.

Hohe Präzision und Festigkeit aus dem 3D-Drucker
Kaum eine andere Technologie hat so sehr das Potenzial, unseren Alltag zu revolutionieren wie der 3D-Drucker. Anstatt Produkte aus Massenproduktion zu kaufen, wird man zunehmend individuell angepasste Produkte oder Kleinserien flexibel herstellen. Ein Problem dabei ist bisher allerdings das beschränkte Spektrum an 3D-druckbaren Materialien, ein zweites die Oberflächenpräzision. Die TU Wien ist international führend im Erarbeiten von hochpräzisen 3D-Druckverfahren für neue Materialien, etwa Keramik oder Biopolymere für medizinische Anwendungen.

Hart und widerstandsfähig: Metalle und Oberflächendesign
Wie erzeugt man präzise geformte, haltbare Metallobjekte? Beim Metall-Sintern werden pulverförmige Komponenten gemischt, in Form gepresst und bei hoher Temperatur unter Druck zusammengebacken. Die TU Wien arbeitet seit vielen Jahren mit den weltweit führenden Unternehmen der Sinter-Industrie zusammen und entwickelt die Methode ständig weiter. Neue Techniken erlauben nun eine drastische Energieeinsparung in der Pulvererzeugung und eine erhebliche Kostenreduktion. Zudem können in der Teileproduktion höhere Qualität und bessere Anpassung an unterschiedliche Anforderungen erreicht sowie die Staubentwicklung reduziert werden.

Bei der Herstellung von Werkzeugen und stark beanspruchten Bauteilen reicht ein solides Material alleine nicht aus – man benötigt auch eine passende Oberfläche, die gezielt designt und für die jeweiligen Anforderungen maßgeschneidert werden kann. So werden Metalle, Keramiken oder Polymere je nach Bedarf verschleißfest, hart, elastisch, hitze- oder säurebeständig. Das führt zu längeren Serviceintervallen (bis zu einem Faktor 10), zu besseren Wirkungsgraden und einer hohen Kostenreduktion.

TU Wien-Start-ups in Hannover
Die TU Wien stellt bei der Hannover Messe nicht nur eigene „marktfrische Technologien“ vor, auch erfolgreiche Spin-off-Unternehmen werden dort präsentiert: In Halle 2, Stand D07, im Rahmen der Initiative tech transfer, zeigen 11 Start-ups der TU Wien jeweils einen Tag ihre Produkte und Dienstleistungen. Diese Unternehmen wurden von Forschern oder Absolventen der TU Wien gegründet und vermarkten Know-how oder Erfindungen der TU Wien.

http://www.tuwien.ac.at/HM2014/

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