Hohe Auszeichnungen für Handwerksbetriebe

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Im Zuge des Presserundganges präsentieren Reiner Meindl (links) von der Glashütte Lamberts und Dieter Zange (rechts) von Glas Zange ihr innovatives Spezial-Isolierglas in Halle A1, Block C.

 

Sie sind herausragende Beispiele für die Innovationskraft, Qualität und Leistungsfähigkeit des Handwerks: 34 Aussteller der Internationalen Handwerksmesse wurden am Sonntag, 18. März mit den begehrten Bundes- und Staatspreisen ausgezeichnet.  Zwölf von ihnen erhielten den Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk, 22 wurden für besondere gestalterische und technische Handwerksleistungen mit dem Staatspreis geehrt, der in diesem Jahr 60. Jubiläum feiert.

 

Passend zum diesjährigen Motto der Internationalen Handwerksmesse „Das Handwerk – Offizieller Ausrüster der Energiewende“ ist die Innovation des Solarzentrums Allgäu aus Biessenhofen. Der Meisterbetrieb aus dem Ostallgäu wurde mit dem Bundespreis für seine Modulbefestigungsklammer WIOKLICK ausgezeichnet. Mit dieser Federstahlklammer werden Photovoltaikelemente auf einer speziellen Montageschiene befestigt und gleichzeitig geerdet. Die Einbauzeit wird so um etwa die Hälfte reduziert. Da die Demontage der Elemente nur mit einem Spezialschlüssel möglich ist, sind sie zusätzlich vor Diebstahl geschützt.

 

Mit dem Bundespreis wurde auch die Firma Schwender Energie- und Gebäudetechnik aus Thurnau in Oberfranken ausgezeichnet. Deren Hybrid-Strahlungsheizung, die sie auf der Internationalen Handwerksmesse vorstellte, ermöglicht die Aufheizung von Wandflächen, sowohl durch ein wassergeführtes System, als auch über elektrische Energie, zum Beispiel aus der hauseigenen Photovoltaikanlage. Da es sich um ein System zum Einsatz in Bestandsgebäuden handelt, ist es auch für die energetische Sanierung von denkmalgeschützten Häusern geeignet. Installiert werden kann die Entwicklung – mit der Gebäude geheizt, aber auch gekühlt werden können – nur durch qualifizierte Fachhandwerksbetriebe.

 

Ebenfalls einen großen Beitrag zur Energiewende leistet eine Glaserei aus Weiden, die für ihr selbst entwickeltes Isolierglas den Bayerischen Staatspreis erhielt. Das vom Unternehmen Glas Zange entwickelte Isolierglas mit hoher Wärmedämmung erleichtert künftig die energetische Sanierung denkmalgeschützter Gebäude. Denn die extrem geringe Dicke des Sonderisolierglases ermöglicht einerseits den Einbau in historische Fensterrahmen. Andererseits bewahrt diese Innovation das klassische Erscheinungsbild der Fenster. Denn die äußere Glasscheibe ist ein mundgeblasenes Restaurationsglas. Ein Unterschied zu historischem Glas ist daher für den Betrachter nicht feststellbar.

 

Insgesamt wurden auf der Internationalen Handwerksmesse 22 Exponate und Produkte mit dem Bayerischen Staatspreis geehrt. Dabei erhielten elf Preisträger die Auszeichnung im Bereich Gestaltung und nochmals elf Handwerksbetriebe im Bereich Technik. Der Bayerische Staatspreis wird seit 1952 vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie vergeben. Der Bundespreis für hervorragende innovatorische Leistungen für das Handwerk wird seit 1989 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie vergeben. Beide Preise sind mit 5.000 € dotiert.

 

http://www.ihm.de/


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