- Internationaler Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ rückt Versorgungssicherheit und Resilienz in den Fokus
Bis zum 30. November Early-Bird-Ticket sichern
Der Internationale Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft 2027″ findet am 18.–19. Januar 2027 im CityCube Berlin statt. Unter dem Motto „Transformation gestalten – Freie Fahrt für Erneuerbare“ werden zur Veranstaltung über 600 Teilnehmer aus 30+ Ländern erwartet. Im Zentrum steht die These, dass erneuerbare Kraftstoffe nicht nur Klimaschutzinstrumente sind, sondern strategische Bausteine für Ver- sorgungssicherheit und Energiesouveränität. BBE-Vorstandsvorsitzende Marlene Mortler betont, dass Diversifizierung der Energieträger eine Abhängig- keiten von fossilen Importen und globalen Lieferketten verringert. Der Kongress behandelt konkrete Hebel wie E20, B100, Biodieselbeimischungen sowie Biomethan (LNG/CNG) und betont Technologieoffenheit: Biokraftstoffe, strombasierte Kraftstoffe, Wasserstoff und Elektromobilität als komplementäre Bausteine.
Ein wichtiges Thema wird die Europäische Perspektive sein. Die im Kongress formulierte Verknüpfung von Klimaschutz und Versorgungssicherheit spiegelt die aktuelle EU-Verkehrspolitik wider, die seit der Energiekrise 2022 einen deutlichen Paradigmenwechsel vollzogen hat.
Vom reinen Dekarbonisierungsziel zur Sicherheitsarchitektur. Die EU-Strategie „REPowerEU“ hat erneuerbare Kraftstoffe und Wasserstoff explizit als Instrumente zur Reduktion fossiler Importabhängigkeit verankert. Die Transformation des Verkehrs wird seither nicht mehr nur unter Klimagesichtspunkten betrachtet, sondern als Frage der geopolitischen Resilienz.
Regulatorischer Rahmen:
- RED III (Erneuerbare-Energien-Richtlinie) setzt verbindliche Ziele für erneuerbare Anteile im Verkehrssektor und fördert fortgeschrittene Biokraftstoffe sowie strombasierte Kraftstoffe (RFNBOs).
- ReFuelEU Aviation und FuelEU Maritime erzwingen schrittweise Beimischungsquoten für nachhaltige Kraftstoffe in Luft- und Seeschifffahrt – Sektoren, die schwer zu elektrifizieren sind.
- AFIR (Alternative Fuels Infrastructure Regulation) schafft den Infrastrukturrahmen für Lade- und Betankungsnetze über alle Mitgliedstaaten hinweg.
Der europäische Mehrwert wird in der Skalierung liegen. Einzelne Mitgliedstaaten können Wertschöpfungsketten für erneuerbare Kraftstoffe aufbauen, doch erst der Binnenmarkt ermöglicht die necessary critical mass – sowohl für Investitionen in Produktionskapazitäten als auch für harmonisierte Standards.
Die europäische Debatte bleibt dennoch im Spannungsfeld und ist umstritten. Kritiker – insbesondere aus der Umwelt- verbandsseite – warnen vor einer „Verlagerung“ des Problems. Biokraftstoffe konkurrieren mit der Nahrungsmittel- produktion, und grüner Wasserstoff bleibt mittelfristig knapp und teuer. Befürworter argumentieren, dass ohne diese Brückentechnologien die Dekarbonisierung des Bestandsfahrzeugparks und der Schwerlastmobilität nicht erreichbar sei.
Dennoch: Die europäische Perspektive bestätigt die Kernbotschaft des Kongresses – klimafreundliche Transformation und Versorgungssicherheit sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Entscheidend ist, dass die EU-Regulierung technologieoffen bleibt und regionale Wertschöpfung gezielt fördert, statt neue Abhängigkeiten (etwa bei kritischen Rohstoffen für Batterien) zu erzeugen.
Der 24. Internationale Fachkongress für Erneuerbare Mobilität „Kraftstoffe der Zukunft 2027“ wird am 18. und 19. Januar 2027 im CityCube in Berlin stattfinden. Jetzt informieren und bis zum 30. November Early-Bird-Ticket sichern. Programm und Anmeldung unter: www.kraftstoffe-der-zukunft.com

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