Analog war gestern: Transformation als Treiber der Logistikbranche

Logistikkongress sieht Branche auf gutem Weg zur Transformation

34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin

Neues Denken – Digitales Leben, unter diesem Motto hatte die BVL zum 34. Deutsche Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik nach Berlin eingeladen. Mehr als 3.400 Teilnehmer aus rund 40 Ländern kamen für drei Tage zu diesem jährlichen Treffen der Logistiker und Supply Chain Manager aus Industrie, Handel, den Logistikdienstleistungen und der Wissenschaft zusammen. 170 Aussteller boten ihre Lösungen und Leistungen in der begleitenden Ausstellung an.

Mit einem Offenen Brief hat sich die BVL e.V. als Veranstalterin an die Mitglieder des Deutschen Bundestages gewandt. Prof. Raimund Klinkner, der Vorstandsvorsitzende der BVL, stellte die Inhalte bei der Eröffnung des Kongresses am 25.Oktober in Berlin vor.

Ulrike Grünrock-Kern,
Leiterin Presse- und BVL Öffentlichkeitsarbeit, moderierte die Pressekonferenz:
(v.l.n.r) Geschäftsführung Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer (Vorsitzender) Vorsitzender des Vorstandes: Prof. Dr.-Ing. Raimund Klinkner

Als die fünf politischen Handlungsfelder mit höchster Relevanz für die Logistik führt der Brief die Verkehrsinfrastruktur an, die digitale Infrastruktur, die urbane Logistik, die Bildung und die Beschleunigung von Planungsverfahren. Die BVL formuliert jedoch nicht nur Forderungen an die Politik, sondern bietet auch die gemeinsame Entwicklung von Konzepten an. „Wir sind davon überzeugt, dass die vor uns liegenden Herausforderungen von Wirtschaft und Politik nur gemeinsam und über alle Parteigrenzen hinweg gemeistert werden können – damit Digitales in Zukunft auch wirklich gelebt und nicht nur postuliert wird und Deutschland erfolgreich und wettbewerbsfähig bleibt“, sagte Klinkner.

Den 15 Erstunterzeichnern, alle sind Mitglieder des Vorstands der BVL, hatten sich in wenigen Stunden weitere Unterstützer im Internet angeschlossen.

Mehr zum zum Offenen Brief: www.bvl.de/offener-brief

Als Ehrengast der Gala am ersten Abend des Kongresses ermutigte Bundespräsident a.D. Joachim Gauck die Kongressteilnehmer und die Mitarbeiter des Wirtschaftsbereichs Logistik, die in einem sich stark verändernden Arbeitsfeld tätig sind, sich nicht von der Technik überwältigen zu lassen. „Wir werden nicht ohne Arbeit sein, aber wir müssen bereit für neue Formen der Arbeit sein“, sagte Gauck und fuhr fort: „Wir brauchen den Mut, uns selber kompetent zu machen – auch gegen eigene innere Widerstände.“
Die Liste der prominenten Redner zeigt die Bandbreite der Kongressthemen. Unter ihnen waren der Unternehmer Prof. Klaus-Michael Kühne, Dr. Frank Appel, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Post DHL, Dr. Richard Lutz, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn, Martina Koederitz, Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland, Dr.-Ing. Joachim Damasky, Geschäftsführer Technik und Umwelt beim Verband der Automobilindustrie (VDA) oder Prof. Achim Kampker, CEO von Streetscooter. Insgesamt traten in 65 Stunden Kongressprogramm rund 120 Experten auf.

Rhenus-Gateways verbindet zwei neue Air-&-Ocean-Verkehre in Europa bündeln

34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin: Jörn Schmersahl, CEO Air & Ocean Europe der Rhenus Air & Ocean Management
Das Luftfracht-Gateway befindet sich im Logistikhub CargoCity-Süd am internationalen Flughafen Frankfurt. Im 24/7-Betrieb werden jegliche Ladungstypen, darunter auch temperaturgeführte Waren und Gefahrgut, umgeschlagen.

Mit zwei im Sommer eröffneten europäischen Gateways in Hilden und Frankfurt am Main reagiert die Rhenus-Gruppe auf die positive globale Wirtschaftsentwicklung und steigende Frachtvolumen in ihrem Geschäftsfeld Air & Ocean. Durch die Konsolidierung von Luft- und Seefrachtsendungen an den neuen Drehkreuzen will der Logistikdienstleister seine Verkehre effizienter bündeln und enger mit seinem Landverkehrsnetz verzahnen, berichtete Jörn Schmersahl, CEO Air & Ocean Europe der Rhenus Air & Ocean Management, am 25. Oktober auf dem 34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin.

Effektives Wissensmanagement dank Sprachsteuerung

Mitarbeiter gewinnen mehr Flexibilität, indem sie Daten von überall – unterwegs am Smartphone oder im Auto– abrufen können, ohne händisch in den firmeneigenen Datenbanken nach den relevanten Informationen suchen zu müssen. Dazu müssen sie nicht einmal wissen, wo die benötigten Daten abliegen. Der Sprachassistent erspart zeitraubende Recherchen und macht die angefragten Informationen für Mitarbeiter sofort verfügbar,heißt es von der Software AG. Über die mündliche Abfrage können Nutzer die gewünschten Daten auch gleich visuell aufbereitet beziehen – ohne sie mühsam selbst zu sammeln und als Grafik aufzuarbeiten. Das spart Zeit und fördert effizientere Arbeitsprozesse im Unternehmen.
Software AG startet Pilotprojekt mit Alexa Die Software AG hat eine Sprachsteuerungskomponente für die Business Process Analysis Platform ARIS sowie die Prozessanalyse-Lösung ARIS Process Performance Manager (PPM) entwickelt. Herstellerunabhängig können Kunden je nach Präferenz einen der gängigen Assistenten – Alexa, Siri, Google oder Cortana – auswählen. Dieser ermöglicht eine schnelle Datenabfrage und Steuerung von Fachanwendungen und berücksichtigt dabei die bestehenden Zugangsberechtigungen der firmeneigenen Systeme. Künftig soll die
digitale Spracherkennung auf alle Produkte der Digital Business Platform der Software AG erweitert werden.

34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin: Erster BVL Hackathon

Hacken erwünscht

Sieger im ersten Hackathon der BVL ist das Team von AEB. Die Stuttgarter setzten sich in einem Feld von sechs Teams gegen DB Schenker und Eikona sowie Fraunhofer IML, Synfioo und Locom durch. Die Aufgabenstellung war, mit einem Datensatz aus Geräuschsequenzen eine Maschine zu trainieren, die eine unbekannte Geräuschsequenz möglichst genau klassifiziert. Die Teams hatten vier Teilaufgaben zu lösen, die separat bewertet wurden: Music Detection, Mood Idenification, Audio Tagging und Elevator Pitch. Der Hackathon wurde von Datenanalysespeziallisten der BASF vorbereitet und betreut. Der Preis ist mit 10.000 Euro für das Siegerteam dotiert. Er wird von der BASF unterstützt.

Der 35. Deutsche Logistik-Kongress findet vom 17. bis 19. Oktober 2018 in Berlin statt. Gleichzeitig feiert die Bundesvereinigung Logistik im Rahmen dieses Kongresses ihr 40-jähriges Bestehen.

https://www.bvl.de/dlk

34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin: Modulare Förderanlangen: Next intralogistics GmbH, ein Gebhardt Tochter-Unternehmen, das sich seit 2017 auf Verkauf, Vermietung und Leasing von skalierbaren und flexiblen Förderanlangen spezialisiert hat, stellte ein Mietmodell vor.
In den next Förderanlagen kommt eine eigens entwickelte IP-Steuerung der Fördertechnik Module zum Einsatz.

34. Deutschen Logistik-Kongress in Berlin

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