Schweiz stärkt grünen Bausektor

 

Förder- und Forschungsprogramme stärken den Markt und die Unternehmen – Deutsche Unternehmen sind willkommen

 

Westschweizer Kantone setzen auf nachhaltiges Sanieren und Bauen

Namhafte große deutsche Unternehmen bereits in der Schweiz tätig – wo bleiben die KMU?

 

Energieeffizient saniert Quelle: MINERGIE®

Die Bauwirtschaft in der Schweiz boomt: Und hier besonders die energieeffiziente Gebäudesanierung. Denn die Schweiz hat sich 2011 für die Energiewende entschieden und will konsequent den Energieverbrauch der Gebäude reduzieren. Der Gebäudesektor hat einen Anteil von rund 45 Prozent am Gesamtenergieverbrauch der Schweiz. Zu viel, meinen die Schweizer und installierten erfolgreiche und stabile Förder- und Forschungsprogramme.

 

Bauindustrie stärken – Unternehmen Wachstumsperspektiven eröffnen

So machte Dr. Ruedi Meier, Präsident von energie-cluster.ch, am 7. Februar in Düsseldorf kürzlich deutlich, dass die Schweiz vor allem die Industrie und den grünen Technologiesektor bei all ihren Maßnahmen im Auge hat. Man setzt auf grünes Wachstum im Bausektor. Und hier finden auch deutsche Unternehmen ihren Platz, werden gezielt gesucht. So im Bereich der Komfortlüftung, der Hochleistungswärmedämmung, Wärmetauscher, Metering, LED, Prozessanlagen und Plusenergie-Gebäude.

 

Stark engagiert in diesem Bereich ist gerade auch die Westschweiz, die sechs Kantone umfasst (Bern, Fribourg, Waadt, Neuenburg, Genf und Wallis).

 

Sanieren und profitieren: das Schweizer Gebäudeprogramm setzt auf Steuerabzüge und Förderung

Mit insgesamt einem Umsatz von über 50 Milliarden Franken jährlich stellt die Baubranche einen wichtigen Pfeiler der schweizerischen Gesamtwirtschaft dar. Besonders erfolgreich ist das Schweizer Gebäudeprogramm, das noch bis 2020 läuft. Es setzt sich aus zwei Teilen zusammen: schweizweit wird vor allem die Wärmedämmung gefördert, hinzu kommen in den einzelnen Kantonen die Förderung erneuerbarer Energien, der Abwärmenutzung und der Optimierung der Gebäudetechnik.

 

100-prozentige Steuerabzüge für Energie-Umweltmaßnahmen sind möglich, die Förderung kann bis zu 40 Prozent betragen.

 

Die Träger des Gebäudeprogramms haben am 15. November 2011 den ersten Erfolgsbericht herausgegeben: Bereits im ersten Betriebsjahr 2010 setzten Bund und Kantone 280 bis 300 Mio. Fr. für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich ein. Investitionen in Dach, Fenster, Fassade und Dämmung fanden starkes Interesse.

 

Interessant ist der Schweizer Markt daher für deutsche Unternehmen aus der Baubranche und für Zulieferer und Dienstleister mit dem Schwerpunkt „Green Building“. Dies sind vor allem Spezialisten aus dem Bereich energetische Sanierung, energieeffizienter Neubau, Baudienstleistungen, Bauprodukte und -materialien, technische Lösungen im Bereich Gebäudemanagement.

 

Die Schweiz ist auch deshalb attraktiv, weil in Deutschland ein Rückschlag im Bereich der energetischen Gebäudesanierung droht.

 

Rückschläge bei der CO2-Sanierung von Wohngebäuden in Deutschland in 2012?

So meldete der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) in seiner Pressemeldung vom 30. Januar 2012, dass die deutsche Bundesregierung den Stillstand bei der CO2-Sanierung von Wohngebäuden provoziert. Die in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossenen Verbände reagierten damit auf eine Bestätigung des Bundesfinanzministeriums, dass in diesem Jahr vorerst lediglich 900 Millionen Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitgestellt werden. „Der energetischen Gebäudesanierung drohe ein herber Rückschlag. Das sei schlecht für Mieter, für Handwerksbetriebe, für Baubeschäftigte und fürs Klima“, so der ZDB.

 

Mehr über den Wachstumsmarkt der energetischen Gebäudesanierung ist online unter: www.windconsultant.de.

 

Über die Modellregion „Greater Geneva Berne area“:

Die „Greater Geneva Berne area“ ist eine der weltweit führenden Regionen in Sachen Abwasseraufbereitung und -wiederverwendung, Stromerzeugung und Stromrückgewinnung, Zubehör für die Solarindustrie, energieeffizientes Bauen, Smart-Grid-Digitaltechnologie, etc. Zu ihren Stärken gehört das Engagement für die Umwelttechnologie, und sie kann auf die Ressourcen von sechs kantonalen Wirtschaftsförderungen in der Schweiz zurückgreifen: Bern, Freiburg, Genf, Neuenburg, Wallis und Waadt.

 

Die nächste Messe ist die Cleantec City vom 13.-15. März 2012 in Bern sowie die Schweizer Bau- und Energie-Messe vom 08.-11. November 2012 in Bern.

 

 

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