Naturholz kann mehr

Cross Trade stellt neue Holzinnovationen für den Fassaden- und Fensterbau auf der Ligna 2013 vor

 

Der Baustoff Holz bewährt sich seit Generationen als ein vielseitig eingesetztes Gestaltungselement und stellt im Bausektor zugleich den mit Abstand größten Absatzmarkt für Holzprodukte dar. Im Bereich des Möbel- und Innenausbaus über Generationen etabliert, werden durch innovative Holzmodifikationen zunehmend neue Gestaltungsformen vom Fassaden- bis Fensterbau ermöglicht. Neben dem bewährten Sapeli Holz für Fenster und Türen erhalten Gebäudehüllen jetzt auch individuelle Maßanzüge mit „Natural Cladding“, einem neuen Fassadenelement.

 

Holzfassaden aus Naturholz

NACHHALTIG – LEGAL – ÖKOLOGISCH – DAUERHAFT - ÄSTHETISCH: Das neue Fassaden- Produkt NATURAL CLADDING bietet sehr viele Vorteile im Vergleich zu anderen Hölzern wie : Astfreiheit bis Längen von 5,00m, extreme Formstabilität, Dauerhaftigkeitsklasse 1 – 2 FSC zertifiziert, FSC 100 %, geringes Gewicht ( ca. 390 kg. p. cbm ) Bild: Cross Trade

 

Noch vor knapp zehn Jahren schien der Holzbau vor allem auf Dachstöcke und grosse öffentliche Gebäude beschränkt zu sein. Heute finden sich neben Holzfenster auch Holz- Element- Fassaden bei der Gestaltung der Gebäudehülle immer häufiger in architektonischen Konzepten. Dank moderner Produktionsmethoden mit hohem Automatisierungsgrad ist die Holzindustrie seit Jahren in der Lage individuelle Ansprüche zu berücksichtigen und dabei kostengünstig zu produzieren.

 

Cross Trade setzt auf Holzarten, die in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen, damit die nächsten Generationen auch auf den wertvollen und nachhaltigen Baustoff Holz bauen können, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten zusammen, erklärt Klaus Schmidt, Geschäftsführer, der Cross Trade GmbH aus Bremen. „Als FSC zertifizierter Rohholzimporteur stehen wir hier in der Pflicht und importieren überwiegend zertifiziertes Holz aus nachhaltiger Bewirtschaftung“, so Schmidt.

 

 

Ski-Hotel Shahdag: Fassadenelemente aus Holz

Bei der Verkleidung einer Gebäudehülle des Ski-Hotels Shahdag in Aserbaidschan in 1600 Meter Höhe setzte der Bauherr ebenfalls auf Fassadenelemente aus Holz. „Hier hat man alle Elemente in dieser Fassadenkonstruktion gebaut und die Holzabdeckung der Fassade aus optischen und thermischen Gründen zusätzlich mit einem „Maßanzug aus Holz“ versehen so Heinz Niemöller Geschäftsführer der geka exklusiv GmbH.

 

 

Bauen im Bestand mit Holz

Das Schweizer Holzbauunternehmen Kost aus Küssnacht am Rigi bestätigt den Trend hin zu individueller Holzfassadensysteme bei der Verkleidung von Bestandsgebäuden. In einem im März 2012 abgeschlossenen Bauprojekt wurde ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus, erbaut 1962 in damals üblicher Massivbauweise, einer Verjüngungskur unterzogen, berichtet Projektleiter Markus Scherer von Kost.

«Die Betonfassade des Gebäudes aus den 60er-Jahren war in die Jahre gekommen und bedurfte einer Auffrischung», erklärt Scherer. Gleichzeitig sollte auch das Haus eine gestalterische Aufwertung erhalten. Mit Hilfe einfacher Gestaltungselemente erscheint es heute im modernen Gewand aus Holz. «Der Bauherr hatte – ganz nach seinem Motto ‹wenn sich das Haus nicht verändern lässt, verstecke ich es›– die Idee, den Wohnbau in eine Art Holzkiste zu verpacken», so der Projektleiter weiter. Die Vorstellungen der Bauherrschaft seien mit einer hinterlüfteten Fassade und einer offenen Holzschalung aus Weisstanne umgesetzt worden. Letztere wurde vertikal angeordnet, um eine Ansammlung von Regenwasser zu vermeiden und eine höchstmögliche Langlebigkeit zu gewährleisten.

 

Gesteigerte Wohnqualität dank neuer Gebäudehülle Im modernen Gewand aus Holz erscheint das private zweigeschossige Mehrfamilienhaus seit 2012/ Bild: Kost Holzbau AG

Neben einer gut zirkulierenden Hinterlüftung der Fassade sei bei solchen Bauobjekten die Anbringung einer UV-beständigen Wind-

schutzdichtung mittels spezieller Folie und entsprechenden Klebebändern hinter der offenen Schalung wichtig, so Scherer weiter. «Ergänzend bedarf es einer geeigneten Oberflächenbehandlung des Holzes.»

 

 

Auf die Wärmedämmung habe eine derartige, offene Holzschalung keinen nennenswerten Einfluss, so Scherer. «Sie dient hauptsächlich der architektonischen Gestaltung und dem Wetterschutz.» Ganz anders sieht es hinsichtlich des Schallschutzes aus: Da könne eine offen gestaltete Holzfassade die von aussen auf die Gebäudehülle eintretenden Schallwellen brechen und so die Lärmbelastung im Innern minimieren. Bei einer geschlossenen Holzschalung sei  dies nicht der Fall.

 

Betonbau in Holzkleid

Durch chemiefreie Modifikationen wird die Eigenschaften des Holzes aufgewertet und so stabiler und haltbarerer gemacht. Die Besonderheiten moderner Fassadenverkleidung mit Holz umschreibt Schmidt, mit dem Begriff „Natural Cladding“. Dabei greift er auf eine Eigenentwicklung zurück die sich als ein ganz neues,  Fassadenholz – Produkt aus der Natur am Markt bewährt.

„Mit der Produktentwicklung ermöglichen wir anspruchsvolle und nachhaltige Fassadengestaltungen nach individuellem Design. Die Gebäude erhalten so nicht nur eine persönliche Note, vielmehr setzen die Bauherren und Architekten den Fokus auf Nachhaltigkeit mit Materialien nachwachsender Rohstoffe. Natural Cladding, ist die Antwort auf die freie Gestalten der Fassade ganz nach Farb – Belieben. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt – denn NATURAL CLADDING ist in allen für den Außenbereich gängigen RAL- und NCS- Tönen erhältlich“, erklärt Schmidt die Vorteile individueller Fassadengestaltung.

 

Fenster im HolzWandel

Bei Sapeli handelt es sich um eine Holzart, die von Natur aus die geforderten Eigenschaften für den Bau von maßhaltigen Bauteilen erfüllt. Man braucht keine zusätzlichen Verfahren und somit auch keine teure und kostbare Energie, um dieses Holz haltbarer und dauerhafter zu machen. „Sapeli (Sapelli Entandophragma cylindricum ), eine Holzart aus Afrika, ist in Ländern wie Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien, aber auch in Süd und Osteuropa, Fernost und den Vereinigten Staaten als Herstellungsmaterial für erstklassige Holzprodukte vom Laminat bis Fenster gefragt. Das Holz stammt aus derselben botanischen Familie wie das klassische amerikanische Mahagoni. Die wesentlichen Eigenschaften stimmen weitgehend überein, daher wird diese Holzart auch Sapeli – Mahagoni genannt. Es ist ein ausgezeichnetes Furnierholz bei dem besonders die gestreiften Stämme gefragt sind. Es dient ferner für mittlere Beanspruchungen im Innen– und Außenbau, Möbelherstellung, Treppen und Parkett und als Drechslerholz.

 

Bild: VFF-Tabelle/Gegenüberstellung einiger Holzarten nach VFF Merkblatt HO.06.1

Mit der Dauerhaftigkeitsklasse 3 wird die Resistenz dieser Holzart bestätigt. Bereits seit Jahrzehnten wird das Holz u.a. im Außenbereich unter teilweise extremen Anforderungen mit Erfolg eingesetzt. Nach der Oberflächenbehandlung bekommt Sapeli einen warmen, dekorativen Goldglanz, der durch die rotbraune Farbe besonders hervorgehoben wird. Die Rohware für die Produktion wird aus vollen Blöcken geschnitten. Das eingesetzte Rundholz stammt aus demselben Wuchsgebiet und ist somit weitestgehend gleichmäßig. Die Lamellierung findet bei einem qualifizierten Partnerbetrieb in Deutschland statt. Die Verklebung erfolgt mir PU-Leim und erfüllt die Beanspruchungsklasse D4 nach EN 204. Die Decklamellen sind durchgehend, die Mittellagen ebenfalls durchgehend können wahlweise aus zwei gleichen Stäben bestehend.

 

Sapelli: Verleimte Sapeli – Mahagoni Fenster – und Haustürkanteln

Gute Erfahrungen mit Cross Trade hat Niemöller bei Holzfenstern und Türen. „Viele Menschen setzen wieder auf natürliche Werkstoffe – zum Beispiel auch bei Fenstern und Haustüren. Denn die lebendige Ausstrahlung des Werkstoffs Holz macht nicht nur optisch einen guten Eindruck. Holz ist aufgrund seiner  physikalischen Eigenschaften auch gut fürs Raumklima“, umschreibt er seine Philosophie.

 

Warme Kante“ ein Qualitätsmerkmal?

Als praktisches Beispiel stehen heute die Herausforderungen um die „Warme Kante“ in der Diskussion. In den Neunziger Jahren konnten durch LOI- Beschichtungen die geltenden Wärmedämmwerte schon bei Zweifachverglasungen erreicht werden. Damit war vorerst auch ein Rückgang des Anteils an Dreifach-Isolierglas verbunden“, weiß Niemöller und bestätigt den Trend. „Bei Dreifach-Verglasungen, die jetzt wieder zunehmend zur Erreichung des geforderten Wärmeschutzes zum Einsatz gelangen, gilt die „Wärmebrücke Glasrandverbund“ als Qualitätsmerkmal und Schwachstelle des Produktes Fenster. Im Vergleich zu Alufenstern treten bei Holzfenstern geringere Wärmequerleitungen auf, wodurch sich auch bessere PSI-Werte (repräsentative lineare Wärmedurchgangskoeffizienten) erreichen lassen,“ bestätigt Niemöller.

 

 

Cross Trade auf der Ligna:

Halle 15, Stand A14

 

http://cross-trade.eu/

 

Nach einer Erhebung des Hamburger Johann Heinrich von Thünen-Instituts besteht gegenwärtig ein scharfer Wettbewerb zwischen Holz-, Kunststoff- und Metallfenstern.

Demnach ist der Marktanteil der Holzfenster von über 45 % im Jahr 1970 auf 18 % im Jahr 2011 zurückgegangen und der Anteil der Kunstofffenster ist im selben Zeitraum von 8 auf 56 % gestiegen. Die Ursachen seien im Wesentlichen auf die Preisentwicklung, dem Verbraucher-

verhalten sowie der Diskussion um den Einsatz von Tropenhölzern zu sehen. Andererseits liegen auch landestypische Unterschiede im Verbrauchsverhalten bei der Holznutzung. So stehen die nördlichen Länder bei der Verwendung von Holz an vorderer Stelle. „Fenster aus dem natürlichen Werkstoff Holz sind die bessere Alternative zu Kunststoff oder Aluminium“, so Dr. Gerald Koch, Fachmann für die Bestimmung von Holzarten am Thünen-Institut für Holzforschung in Hamburg in einer Pressemeldung.

 

 

 

 

 

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Abdruck gegen Belegexemplar und Nennung der Quelle honorarfrei.

Ansprechpartner auf der Messe:

Klaus Schmidt, Geschäftsführer,

Cross Trade GmbH

Katrepeler Landstr. 18

28357 Bremen

Deutschland

Telefon: +49 421 2468789 0

Fax: +49 421 2468789 23

 

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1 comment for “Naturholz kann mehr

  1. 29. April 2013 at 14:19

    Moin! Es ist immer wieder erstaunlich, was so unter „Natur“ o. „ökologisch“ angeboten wird… – wie steht es denn tatsächlich mit der ‚FSC-Zertifizierung‘ – auf einmal scheint alles nur noch aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu kommen!??
    Und dann die PU-Verleimung – die macht das Holz zu Sondermüll! Wenn solcherart behandelte Hölzer ( und die Oberflächenbehandlung steuert ihren Teil noch dazu bei ) ausgedient haben, zu entsorgen sind, kann man sie weder giftfrei verbrennen noch kompostieren! Das ist z. B. bei unverleimter Lärche, mit Naturfarben behandelt, anders – die ( und auch die Abfälle, die bei der Verarbeitung anfallen ) kann man unbesorgt im ‚heimischen Ofen‘ verfeuern.
    Carsten Stoldt
    -Umweltberater-

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