Milliarden für EU-Forschung

 

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze und Wirtschaftsminister Garrelt Duin haben im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum neuen EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation (Horizont 2020) rund 1.000 Gäste aus Wissenschaft und Wirtschaft über das neue Förderangebot informiert. Horizont 2020 bündelt die bisherigen forschungs- und innovationsrelevanten Programme der Europäischen Union. Es umfasst für die Jahre 2014 bis 2020 ein Fördervolumen von über 70 Milliarden Euro und ist damit das weltweit finanzstärkste Forschungsförderprogramm.

 

„Horizont 2020 folgt dem Leitbild einer Wissenschaft, die mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernimmt. Es greift damit dieselbe Grundidee auf wie unsere NRW-Forschungsstrategie „Fortschritt NRW“, erklärte Wissenschaftsministerin Schulze. „Denn auch HORIZONT 2020 setzt auf die gewinnbringende Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft, um marktfähige Produkte und Dienstleistungen hervorzubringen, die den Menschen zu Gute kommen.“

 

Wirtschaftsminister Duin betonte: „Gerade die kleinen und mittleren Industrieunternehmen, die das Rückgrat der nordrhein-westfälischen Wirtschaft bilden, werden von der EU-Förderung für Forschung und Entwicklung profitieren. Das stärkt unseren schon heute stabilen und innovativen Industriesektor. Wir werden uns in NRW dabei auf besonders relevante Schlüsseltechnologien in den wichtigen Leitmärkten konzentrieren.“

 

Horizont 2020 ist für Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen gleichermaßen relevant. Es nimmt die Förderung der gesamten Innovationskette von der Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung bis zur Anwendung und Marktreife in den Blick. Ziele des Programms sind, mehr Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze in Europa durch Forschung und Innovation zu schaffen. Insbesondere sollen Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen erarbeitet werden, wie z.B. den demografischen Wandel und die Energiewende.

 

Die Bedeutung von Forschung und Technologie für die Entwicklung der Europäischen Union hob die wissenschaftliche Chefberaterin von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso, Prof. Dr. Anne Glover, hervor: „Europa hat die Renaissance, die Aufklärung und die industrielle Revolution erfunden. Nur durch Forschung und Technologie sind wir in der Lage, die Zukunft zu gestalten.“

 

„Damit NRW, Deutschland und Europa langfristig im internationalen Wettbewerb bestehen können, ist es notwendig, die gesamte Forschungs- und Innovationskette von der Grundlagenforschung, über Technologieentwicklung und -demonstration bis hin zum innovativen Produkt zu fördern“, erklärte Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorsitzender des Vorstandes des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. „Horizon 2020 ist dabei ein wichtiges Instrument, um die dazu notwendige europaweite Zusammenarbeit aller Forschungsakteure Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie zu fördern, um gemeinsame Lösungen zum Wohle der Gesellschaft und für eine wettbewerbsfähige Industrie zu erarbeiten.“

 

Mit vereinfachten Regeln und Verfahren möchte die EU-Kommission die Antragsstellung für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen erleichtern. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sollen künftig einen leichteren Zugang zu europäischen Fördermöglichkeiten bekommen und die Risikofinanzierung gestärkt werden.

 

Wissenschaftsministerin Schulze rief alle Forscherinnen und Forscher aus NRW auf, sich an Horizont 2020 zu beteiligen: „Die Landesregierung unterstützt interessierte Forschende aus Wissenschaft und Wirtschaft mit vielfältigen Maßnahmen in den Bereichen Information, Vernetzung und Beratung. Unser Motto in NRW lautet: `Kein Antrag ohne Beratung!´“

 

Umweltforschung in Horizont 2020:  Link zum Programm

 

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