Kinderzentrum musterhaft saniert

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Das frisch sanierte Kinderzentrum wurde 1978 erbaut und beherbergt acht Klassen. (Bild:

Das frisch sanierte Kinderzentrum wurde 1978 erbaut und beherbergt acht Klassen. (Bild:www.klimafonds.gv.at)

Pünktlich zum Schulbeginn wurde am 18.09.2015 in Gampern die Volksschule, ein Schülerhort und zwei Krabbelstuben nach einer umfassenden thermischen Sanierung neu eröffnet. Ein Smart Grid macht die Einrichtung stromautark: Vier PV-Anlagen, die insgesamt 29 kWpeak Leistung erbringen, versorgen die Einrichtungen mit Strom. Ein Batterie-Speicher-System überbrückt die Versorgung in Zeiten mit wenig Sonnenschein. Durch ein einzigartiges, interaktives LED-Beleuchtungssystem und Hocheffizienzpumpen wird eine Stromeinsparung von 75% erwartet. Geheizt wird mit einer zentralen Hackgutheizung zu 100% ökologisch.

Bürgermeister Hermann Stockinger: „Der Umweltgedanke steht in Gampern ganz oben. Daher haben wir uns für eine umfassende thermisch-energetische Sanierung in Kombination mit dem Einsatz erneuerbarer Energien und von Energieeffizienzmaßnahmen entschieden. Durch die Förderung des Klima- und Energiefonds konnten wir unser Vorhaben umsetzen.

Energieeinsparung in Höhe von 200.000 Euro erwartet

Die Sanierung wurde vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des Förderprogrammes „Mustersanierung“ mit insgesamt 440.000 Euro gefördert (Bild: www.klimafonds.gv.a)

Die Sanierung wurde vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des Förderprogrammes „Mustersanierung“ mit insgesamt 440.000 Euro gefördert (Bild: www.klimafonds.gv.a)

Die Sanierung wurde vom Klima- und Energiefonds im Rahmen des Förderprogrammes „Mustersanierung“ mit insgesamt 440.000 Euro gefördert, die Gesamtkosten der Sanierung betrugen 2,2 Mio. Euro. Die Gemeinde Gampern rechnet in den nächsten zehn Jahren mit rund 200.000 Euro weniger Kosten für die Energieversorgung der Schule. Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds:

„Nachhaltiger Klimaschutz und der Weg zur Energiewende hin zu Erneuerbaren Energien führt vor allem auch über den Gebäudesektor. Denn Gebäude sind für einen wesentlichen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Mit der Sanierung in Gampern zeigen wir, dass extrem hohe Sanierungsstandards schon heute erreicht werden können und geben mit derartigen Projekten wichtige Impulse und setzen mit dem Förderproramm auf eine starke Multiplikatorwirkung.“

Umfassend thermisch-energetisch saniert

Die Gesamtsanierung umfasste u.a. folgende Maßnahmen, Details sind dem Factsheet „Mustersanierung Volksschule Gampern“ zu entnehmen.

• Dämmung der Gebäudehülle

• Umstellung der Heizung auf einen Biomassekessel

• Erweiterung der PV-Anlage

• Optimierung der Gebäudetechnik und Beleuchtung und Einbau einer intelligenten Steuerung

• Einbau eines Batterie-Speicher-Systems

Projektleiter Christoph Stockinger: „Das Gesamtkonzept aus Photovoltaik, Batteriesystem und Smart Grid macht die drei Kinderbetreuungseinrichtungen nahezu stromautark. Wichtig war uns den Verbrauch so niedrig wie möglich zu halten und die noch notwendige Energie aus den eigenen PV-Anlagen zu gewinnen.“

HINTERGRUNDINFORMATIONEN

Gemeinde Gampern

In Gampern wurde als erste Gemeinde in Österreich bereits die 2. Mustersanierung umgesetzt. Nach dem Gemeindeamt ist nunmehr auch die Volksschule „mustersaniert“. Zusätzlich zu den Kriterien der Mustersanierung sticht das neue Projekt durch ein österreichweit einzigartiges Energiekonzept heraus. Die Krabbelstube, der Schülerhort und die Volksschule wurden zur Gänze auf LED umgestellt. Ein kleines internes Stromnetz inkl. Batteriespeicher ermöglicht einen sehr hohen Eigennutzungsgrad, welcher in allen Kinderbetreuungseinrichtungen in Österreich möglich wäre, da die Benutzung der Gebäude in die Zeit fällt, in der die PV-Anlage Strom erzeugen. Somit ein Modell dass für alle Kindergärten und Schulen in Österreich anwendbar ist.

Der Klima- und Energiefonds und sein Förderprogramm „Mustersanierung“

Das Programm „Mustersanierung“ des Klima- und Energiefonds bereitet das Feld auf für eine möglichst rasche Verbreitung hoher Sanierungs-Standards mit Hilfe von Vorzeigeprojekten aus der Praxis. Langfristiges Ziel des Förderprogrammes ist es, die CO2-Emissionen im Gebäudesektor zu minimieren. Im Rahmen des Programmes werden umfassende Sanierungsprojekte von betrieblich genutzten und öffentlichen Gebäuden gefördert. Die Sanierungen zeigen, wie durch einen klugen Mix aus innovativer Wärmedämmung, aus Energieeffizienzmaßnahmen und der Integration Erneuerbarer Energien das Haus zu einem Kraftwerk wird, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht. Diese Best-Practice Beispiele des Klima- und Energiefonds für umfassende Sanierungen zeigen, welche Möglichkeiten schon heute Realität sind und legen Sanierungsstandards für die Zukunft fest.

Seit 2009 beweisen 60 Projekte eindrücklich, dass durch die Mustersanierungen nicht nur Komfortsteigerungen und ökologische Vorteile erzielt werden können. Für Unternehmen bedeutet die Minimierung der Energiekosten eine Unabhängigkeit von Energiepreiserhöhungen und eine langfristige Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

In Oberösterreich wurden bereits zehn Mustersanierungs-Projekte mit rund 3,1 Mio. Euro an Fördermitteln unterstützt, die 11.8 Mio. Euro an Investitionskosten hervorgerufen haben.

Detaillierte Informationen zum Förderprogramm und den österreichweit 60 initiierten Sanierungen finden Sie unter www.mustersanierung.at


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