Energieeffizienz in Hallengebäuden finanzieren

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Informationskampagne: Potenziale zur Einsparung von Energie im Bereich der gewerblichen Gebäude Neues KfW-Förderprogramm für energieeffiziente Nichtwohngebäude Petra Bühner, Technische Sachverständige, KfW

Informationskampagne: Potenziale zur Einsparung von Energie im Bereich der gewerblichen Gebäude
Neues KfW-Förderprogramm für energieeffiziente Nichtwohngebäude
Petra Bühner, Technische Sachverständige, KfW (Copyright © IWP)

Unter dem Titel „Energieeffizienz in Hallengebäuden“ hat die Bundesvereinigung der Firmen im Gas- und Wasserfach e.V. (figawa) am 01.09.2015 im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der IHK Berlin vor mehr als 150 Teilnehmern den Startschuss gegeben für eine Informationskampagne, mit deren Hilfe erhebliche Potenziale zur Einsparung von Energie im Bereich der gewerblichen Gebäude gehoben werden sollen.

Figawa-Hauptgeschäftsführer Gotthard Graß erklärte dazu: „Der Leitfaden ,Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in Hallengebäuden“, der in unserem Auftrag durch die ITG Dresden und Weber Energießonsult entwickelt wurde, steht im Zentrum unserer bis zum Frühjahr 2016 laufenden Kampagne in rund einem Dutzend IHK-Bezirken in ganz Deutschland. Der Leitfaden bietet für Bauherren, Investoren, Planer und Architekten klare und spezifische Hinweise, wie Hallengebäuden wie Werkstätten, Großmärkte, Lager- und Logistikhallen, Produktions- und Fertigungshallen noch effizienter gebaut, energetisch saniert und modernisiert und betrieben werden können.“ Ergänzt werde der Leitfaden – so Graß weiter – durch ein speziell dafür entwickeltes Software-Tool für die Berechnung und Erstellung des Energieausweises, ebenfalls ausschließlich für Hallengebäude.

Ausdrücklich dankte Graß dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das durch den Leiter der Unterabteilung ll B, Ulrich Benterbusch, vertreten war, für die Förderung der Studie zur Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien in Hallengebäuden, in deren Rahmen der Leitfaden einen entscheidenden Meilenstein darstellt. Sein Dank ging ebenso an die KfW, die unter Federführung der Technischen Sachverständigen Petra Bühner, bereits vor einiger Zeit ein parallel laufendes Förderprogramm für Gewerbe und Industrie aufgelegt hat, bei dem Hallengebäude ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Informationskampagne: Potenziale zur Einsparung von Energie im Bereich der gewerblichen Gebäude Leitfaden zur Planung neuer Hallengebäude nach Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz, Geschäftsführer, ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden

Informationskampagne: Potenziale zur Einsparung von Energie im Bereich der gewerblichen Gebäude
Leitfaden zur Planung neuer Hallengebäude nach Energieeinsparverordnung und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz
Prof. Dr.-Ing. Bert Oschatz, Geschäftsführer, ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden (li.) und Dipl.-Ing. Konrad Weber (re.) Weber EnergieConsult (Copyright © IWP)

Hintergrund des Leitfadens und des gesamten Forschungsprojektes sind die vielfältigen Anforderungen, die die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG 2011) an Bauherren und Planer auch im gewerblichen und industriellen Bereich stellen. Prof. Bert Oschatz, Leiter des Projekts an der ITG: „Die EnEV 2014 sieht mit gewissen Ausnahmen eine Verschärfung der primär-
energetischen Anforderungen im Neubau ab dem 01.01.2016 um 25 % vor. Zudem müssen für neu zu errichtende Gebäude seit 2009 die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes – aktuell in seiner Fassung von 2011 – eingehalten werden.“ Aus beiden lnstrumenten ergeben sich nach den Aussagen von Prof. Oschatz zahlreiche
Wechselwirkungen bei der Erfüllung der Pflichten wie auch bei der Nachweisführung. Die nachhaltige und wirtschaftliche Planung erfordere deshalb einen integralen Prozess mit Blick auf die Wechselbeziehung von Gebäude, Nutzung und Anlagentechnik unter Berücksichtigung von Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien in allen Abschnitten. „Das ist eine mehr als anspruchsvolle Herausforderung“, so Oschatz weiter. Konrad Weber, Co-Autor der Studie, unterstrich dazu ergänzend, dass der Leitfaden gerade die Besonderheiten dieser heterogenen Gebäudekategorie in Bauweise, Nutzung und Anlagentechnik so weit wie möglich berücksichtige. „Wir haben auf wirtschaftliche und praxisgerechte Musterlösungen und Erfüllungsvarianten von Gebäude und Anlagentechnik Wert gelegt und uns dabei auf fünf modellhafte Hallengebäude konzentriert.“

Der Leitfaden und die Berechnungssoftware stehen auf der Webseite der figawa zum Download bereit.

http://www.figawa.org/verband/leitfaden-zur-planung-neuer-hallengebaude


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